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Verkehr in München:365-Euro-Ticket kommt gut an

U-Bahn in München, 2015

Die MVG bietet Schülern und Auszubildenden eine Jahreskarte für 365 Euro an. Diese wird bereits von vielen jungen Münchnerinnen und Münchnern genutzt.

(Foto: Sonja Marzoner)

Mehr als 20 000 Schüler und Auszubildende haben das neue Jahresticket bereits in Anspruch genommen. Die Münchner Verkehrsgesellschaft rät dazu, die Fahrkarte online zu bestellen.

Von Andreas Schubert

Das 365-Euro-Ticket MVV kommt gut an: Schon mehr als 20 000 Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende haben das neue Jahresticket seit dem Vorverkaufsstart am 1. Juli allein bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) erworben respektive beantragt, bei der Bahn kauften es 2100 Fahrgäste.

Jetzt, eine Woche vor dem Schulstart, ist der Andrang entsprechend groß. Die MVG und die Deutsche Bahn, die das Ticket vertreiben, raten deshalb dazu, es online zu bestellen. Das geht am schnellsten, und zu haben ist es unter mvg.de/365 oder s-bahn-muenchen.de/tickets. Wer die Fahrkarte online anfordert, bekommt sie ohne Zusatzkosten nach Hause geschickt. "Das spart Zeit und Nerven", teilt zum Beispiel die MVG mit.

Wer die Fahrkarte persönlich erwerben möchte, bekommt sie in den Kundencentern der S-Bahn und der MVG und zusätzlich auch an den MVG-Infopoints am Odeonsplatz und am Stachus. Beide sind für den Vertrieb des 365-Euro-Tickets bis Freitag, 11. September, jeweils montags bis freitags von 12 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. An den persönlichen Anlaufstellen kann es allerdings zu Wartezeiten kommen.

Für die Bestellung des Tickets ist neben dem Berechtigungsnachweis (Bestätigung der Schule oder Ausbildungsstelle respektive Ausbildungsvertrag) bei Personen bis 15 Jahren auch ein Foto erforderlich. Die Unterlagen lassen sich online hochladen. Während die Bahn bereits Chipkarten verschickt, gibt es bei der MVG noch Papier-Tickets. Schüler, deren Fahrtkosten von der öffentlichen Hand übernommen werden, erhalten ihre Fahrkarte in den ersten Schultagen nach den Sommerferien.

Das 365-Euro-Ticket verursacht den Verkehrsunternehmen voraussichtlich 30 Millionen Euro weniger Einnahmen im ersten Jahr. Diese Summe wird gemeinsam vom Freistaat Bayern, der Stadt München und den acht Landkreisen im Gebiet des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds ausgeglichen.

© SZ vom 01.09.2020/kafe
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