München:Wer sich impfen lässt, soll mit Freikarten belohnt werden

Coronavirus - Impfung Schüler von Abschlussklassen

Menschen warten im Impfzentrum an der Messe München auf ihre Impfung.

(Foto: dpa)

Zumindest wenn es nach der Münchner SPD geht. Die will die Immunisierung der Bürger beschleunigen - auch wenn es Geld koste, denn ein nächster Lockdown koste mehr.

Um die Münchner zur Impfung gegen das Coronavirus zu motivieren, schwebt der Stadtratsfraktion von SPD und Volt vor allem Zuckerbrot vor: So sollen Impfwillige Freikarten für Museen, Konzerte, Sportveranstaltungen, den Nahverkehr oder den Tierpark bekommen, schlagen die Politiker vor. Außerdem könne in Zusammenarbeit mit der Gastronomie und der Wirtschaft eine Tombola gestartet werden, in der Sachpreise oder Gutscheine verlost werden.

Die Impfbereitschaft müsse deutlich gesteigert werden, meint die SPD/Volt-Fraktion. Vor allem vor dem Hintergrund der wieder leicht steigenden Infektionszahlen mit der Delta-Variante sei dies wichtig. Anders als in Griechenland oder Frankreich, wo bestimmten Berufsgruppen eine Impfpflicht auferlegt wurde, setze man in der SPD/Volt-Fraktion "nicht auf Zwang, sondern auf Anreize".

In einem Antrag fordert sie am Freitag die Stadtverwaltung deshalb auf, "verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sich die Impfbereitschaft der Münchner Bevölkerung steigern lässt". Die "Impfmüdigkeit" müsse bekämpft werden, so SPD-Stadtrat Roland Hefter, "damit im Herbst nicht wieder der ganze Corona-Wahnsinn mit all seinen Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Gesellschaft zuschlägt". Auch wenn es Geld koste, ein nächster Lockdown koste mehr, so Hefter.

Aktuell haben 55 Prozent der Münchner eine erste Impfung erhalten, 43,2 Prozent sind zweifach geimpft. Für eine Herdenimmunität müssen nach Schätzung des Robert Koch-Instituts mindestens 85 Prozent geschützt sein.

© SZ vom 17.07.2021 / kel/van
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