Queeres Leben in München:"Das war wie eine Befreiung"

Lesezeit: 6 min

HAG

"Vereint sind wir stark": Ein Flugblatt der Münchner Homosexuelle Aktionsgruppe

(Foto: HAG)

Vor 50 Jahren gründete sich in München die Homosexuelle Aktionsgruppe, um das zuvor ins Verborgene verdrängte queere Leben in die Gesellschaft zu rücken. Einfach war es nicht, aber es hat sich gelohnt.

Von Linus Freymark

Soll er oder soll er nicht? Das Herz pocht in der Brust. Noch einmal überlegt er, ja oder nein, dreht lieber nochmal eine Runde um das Haus. Dann gibt sich Horst Schreck einen Ruck, öffnet die Tür - und ist erstaunt über den liebenswürdigen Empfang. Schnell fühlt er sich wohl in dem Raum mit der abgeranzten Theke, den Holzpaletten mit Matratzen, auf denen viele Männer und ein paar Frauen sitzen, diskutieren, kuscheln. Wie anders es hier im Vergleich zu den Lokalen ist, in denen er sonst unterwegs ist, wo man klingeln muss und dann erstmal durch ein Guckloch inspiziert wird, bevor man reindarf. Hier kann jeder kommen, egal ob schwul, lesbisch oder sonst was - im München der 1970-er Jahre gibt es das nicht oft.

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