Berg am Laim:Antisemitische Schmierereien am Auto

Ein 32 Jahre alter Münchner ist am Wochenende in Berg am Laim Opfer eines antisemitischen Angriffs geworden. Der Mann hatte seinen Wagen am Freitag gegen 16 Uhr in der Nähe seiner Wohnung geparkt; als er am nächsten Morgen kurz vor zehn Uhr zurückkam, stellte er fest, dass ein Hakenkreuz sowie Parolen wie "Judenschweine" und "Verpisst euch" in die vereisten Front- und Heckscheiben geritzt worden waren. Er verständigte umgehend die Polizei, das für politisch motivierte Kriminalität von rechts zuständige Kommissariat 44 sicherte die Spuren am Ort und ermittelt nun wegen Volksverhetzung.

Dass der Wagen nur zufällig beschmiert worden ist, ist unwahrscheinlich: Der Besitzer ist Jude. Zudem passt die Aktion in eine Reihe antisemitischer Vorfälle aus jüngerer Vergangenheit. In Bogenhausen war eine Baustelle mit Hakenkreuzen, Siegrunen und anderen Symbolen beschmiert worden, auch dort wies äußerlich nichts auf eine jüdische Einrichtung hin. Zudem war am Rande einer Anti-Corona-Demonstration in München ein bekannter Rechtsextremist festgenommen worden, als er nahe dem jüdischen Gemeindezentrum zu einer verbotenen Versammlung aufrief.

Im jüngsten Fall bittet die Polizei Zeugen, die im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Umgebung von Ampfingstraße, Berg-am-Laim-Straße, Innsbrucker Ring und Leuchtenbergring bemerkt haben, um Hinweise unter 089/29100.

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