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Familiengeschichte:Der verdrängte Mord

Versandung Ursula Murawski Oktober 1932 (Archiv der v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel)

Die 16-jährige Ursula Murawski, im Oktober 1932.

(Foto: Archiv der v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel)

Als Andreas Burmester auf eine eigenartige Lücke in der Familiengeschichte stieß, begann er nachzuforschen - und fand das Schicksal seiner Tante, die mit 15 Jahren während der NS-Zeit in eine Einrichtung für psychisch Kranke kam.

Von Sabine Reithmaier

Ursula Murawski starb am 15. März 1940 in der hessischen Landesheilanstalt Merxhausen. Wobei Sterben der falsche Begriff ist: Die junge Frau, gerade 24 Jahre alt, verreckte, verendete, krepierte, offiziell an einem "fieberhaftem Darmkatarrh". Vielleicht half auch eine überdosierte Luminal-Spritze nach, ihr Leben zu beenden; das Beruhigungsmittel wurde der schwierigen Patientin häufig gespritzt. "Psychisch schikanös wie immer, zeitweise noch zu Scherzen aufgelegt" vermerkt die Krankenakte am Tag vor ihrem Tod.

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