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Psychologie:"Die Menschen graben sich ein"

Peter Peschel vom H-Team in München, 2014

Vor 30 Jahren gründete Peter Peschel den gemeinnützigen Verein H-Team, dessen Vorsitzender er ist.

(Foto: Stephan Rumpf)

Schmutzige Wäsche, nicht abgewaschenes Geschirr und Zeitungen, die sich bis zur Decke stapeln: Wenn Menschen in vermüllten Wohnungen leben, steckt oft viel mehr dahinter als "Nicht-Loslassen-Können".

Von Sven Loerzer

Viel Platz bleibt Patricia Müller nicht. Das hat nicht nur damit zu tun, dass sie ein kleines Appartement bewohnt. 30 Quadratmeter sind es, und auf denen "hat sich einiges angesammelt im Laufe der Zeit", sagt die 43-Jährige. "Ich sammele halt ziemlich viel", erklärt sie, "aber meine Wohnung ist nicht vermüllt". Da gibt es viele Ordner mit Erinnerungen, aber auch viele Zeitungsausschnitte "von Dingen, die mich interessieren". Und viele Bücher, "ich bin eine Leseratte". So viele, dass sich etwa 40 Exemplare schon in der Küche stapeln und dort den Platz einschränken. Der Schreibtisch "häuft sich voll", auf dem Boden liegt einiges.

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