Verkehr Bis zu 10 000 E-Scooter für München

Diverse Anbieter wollen in der Stadt die durchaus umstrittenen Tretroller bereitstellen. Auch die MVG macht bei dem Geschäft mit

Zwölf Anbieter für E-Scooter-Sharing stehen in München am Start. Mit bis zu 10 000 dieser elektrisch betriebenen Tretroller rechnet das Kreisverwaltungsreferat (KVR) noch dieses Jahr auf Münchens Straßen. Auch die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) beteiligt sich von Juli an am großen Roller-Teilen. Sie arbeitet mit dem Berliner Anbieter Tier Mobility zusammen und nimmt dessen Angebot in ihre Mobilitätsapp MVG more auf. In der App sind an Sharing-Angeboten derzeit die MVG-Räder sowie die Autoverleiher Car2Go, Drive Now und Stattauto zu finden. Bald lassen sich auch die Standorte der Tier-Roller auf dem Smartphone-Display aufrufen. Wer einen dieser Roller ausleihen will, wird dann zur App des Berliner Anbieters weitergeleitet. Von Herbst an lassen sich die Roller direkt über die MVG-more-App buchen.

Tier will insgesamt 1500 E-Scooter im Stadtgebiet verteilen - 100 innerhalb des Altstadtrings, 1000 zwischen Altstadtring und Mittlerem Ring und weitere 400 außerhalb des Mittleren Rings. Die Roller sollen noch im Juni aufgestellt werden.

Laut KVR haben sich außer Tier noch die Unternehmen Lime, Bird, VOI, Circ und Hive konkret angekündigt. Daneben habe es Gespräche und Kontakt mit Floatility, Bolt, dott, Lab1886, Scoota und BIT Mobility gegeben. Die Stadt hat den Anbietern eine freiwillige Selbstverpflichtung vorgelegt, in der unter anderem verlangt wird, dass die Firmen einen konkreten Ansprechpartner benennen und in der geregelt ist, wie viele Roller sie aufstellen dürfen. Freiwillig ist die Vereinbarung deshalb, weil laut Straßenverkehrsordnung die Roller prinzipiell auf Gehwegen abgestellt werden dürfen. Noch sieht die Stadtverwaltung dem großen Anrollern gelassen entgegen und vertritt den Standpunkt, man begrüße alle umweltfreundlichen Mobilitätsformen.

Eine vom KVR veröffentlichte Karte hat zwischenzeitlich die Altstadtkaufleute verunsichert. Auf der Karte waren die Fahrverbotszonen für E-Roller verzeichnet. Dabei hatte die Behörde ein paar Straßenabschnitte in der Fußgängerzone vergessen. Inzwischen hat sie aber klargestellt, dass in allen Fußgängerbereichen ein Fahrverbot bestehe.