bedeckt München

Corona-Krise in München:Maskenpflicht im Unterricht gilt nun auch für Grundschüler

Einweg-Schutzmasken für Berliner Schulen

Für alle Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse ist die Regelung bislang klar: Ist der Inzidenzwert zu hoch, gilt die Maskenpflicht auch im Unterricht. Für die Grundschulen gab es diverse Ausnahmen.

(Foto: dpa)

Der Corona-Warnwert steigt steil an, damit begründet das Gesundheitsministerium, dass nun auch kleine Kinder einen Mund-und Nasenschutz tragen müssen.

Der Corona-Warnwert für München hat zum Ende der Herbstferien einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Berliner Robert-Koch-Instituts vom Sonntag ist die Sieben-Tage-Inzidenz sprunghaft auf 189,3 angestiegen; sie beziffert, wie viele neue Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche gemeldet werden. Am Freitag hatte dieser Wert noch bei 152,9 gelegen. Die Pandemie breitet sich in München also immer schneller aus. Darauf deutet auch die Reproduktionszahl hin. Sie lag am Sonntag bei 1,25. Das bedeutet, dass 100 erkrankte Menschen durchschnittlich 125 bis dahin gesunde anstecken. Aktuell sind 5101 Münchnerinnen und Münchner mit dem Coronavirus infiziert.

Wie sich das auf den nun wieder beginnenden Unterricht auswirkt, hat sich erst am späten Sonntagabend entschieden: Die Maskenpflicht im Unterricht gilt von Montag an auch für Münchner Grundschüler. "Die Regierung von Oberbayern hat in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium entschieden, dass keine Ausnahmegenehmigung von der aktuellen Rechtslage erteilt werden soll und die Maskenpflicht wie in ganz Bayern auch in den Grundschulen in München gilt", teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Bislang waren Grundschüler an Münchner Schulen von der Maskenpflicht am Platz befreit. Diese Sonderregelung wurde allerdings aufgehoben, die Stadt München hatte am Donnerstag noch eine Verlängerung der Ausnahmegenehmigung beantragt - diese ist nun abgelehnt worden.

München steht unverändert an der Spitze der deutschen Corona-Statistik. Seit Beginn der Pandemie wurden in keiner anderen Stadt und keinem anderen Landkreis mehr Infektionen registriert. Nach Angaben aus dem Rathaus addieren sich die Fälle mittlerweile auf 20 194 Infizierte, von denen 14 839 wieder genesen und 254 gestorben sind.

Auf die hohen Fallzahlen nimmt auch das Gesundheitsministerium in seiner Begründung für die Maskenpflicht Bezug: "Vor dem Hintergrund des insbesondere im Regierungsbezirk Oberbayern aktuell sehr hohen, diffusen und weiter ansteigenden Infektionsgeschehens", so heißt es in der Mitteilung, "erscheint eine umfassende Maskenpflicht jedenfalls für die nächsten drei Wochen im gesamten Schulbereich geboten."

© SZ.de/mbr/infu/sim
Zur SZ-Startseite
IV Bildungsseite und eventuell IaM

Yoga in der Schule
:"Sich für einen Moment von den Sorgen befreien"

Eine Deutschlehrerin rät dazu, in der Schule nicht nur die Klassenzimmer zu lüften, sondern auch die Lungen - mit Yoga.

Interview von Susanne Klein

Lesen Sie mehr zum Thema