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Festnahme:20-Jähriger bei Auseinandersetzung in Allach schwer verletzt

Bei einem Streit sollen Schüsse gefallen sein. Es ist aber noch unklar, wodurch das Opfer verletzt wurde. Ein zweiter Tatverdächtiger wird noch gesucht.

Von Julian Hans

Nachdem zwei Männer einem 20-Jährigen in der Nacht auf Samstag in Allach lebensgefährliche Verletzungen zugefügt haben, fahndet die Kriminalpolizei weiter mit Hochdruck nach einem weiteren Tatverdächtigen. Das Opfer hatte am Samstag gegen 1.30 Uhr dem Notruf mitgeteilt, Angreifer hätten ihn schwer verletzt. Wie das Polizeipräsidium am Wochenende bekannt gab, fanden die Beamten den Mann stark blutend an der Kreuzung zwischen Paul-Ehrlich-Weg und Naglerstraße. Er wurde von Sanitätern vor Ort versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Inzwischen besteht dem Bericht zufolge keine akute Lebensgefahr mehr. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.

Noch in der Nacht konnten Spezialkräfte der Polizei einen ebenfalls 20 Jahre alten Münchner im Stadtgebiet festnehmen. Ein zweiter Tatverdächtiger wird noch gesucht. Derzeit ist noch unklar, woher die Verletzungen des 20 Jahre alten Opfers rühren. Zeugen berichteten den Ermittlern vor Ort, es seien mehrere Schüsse gefallen. Darüber, wie es zu der Auseinandersetzung kam, macht die Polizei bislang keine Angaben, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden. Das Tatmotiv sei jedoch nach ersten Erkenntnissen in einer persönlichen Beziehung der Tatbeteiligten zu suchen, hieß es in einer Stellungnahme.

Am Freitag vor einer Woche hatten Anwohner im Stadtteil Riem einen 20-Jährigen mit schweren Verletzungen aufgefunden. Auch er ist inzwischen außer Lebensgefahr. Am Montag nahm die Polizei in der Nähe des U-Bahnhofs Lehel einen 22 Jahre alten Tatverdächtigen fest. Ersten Ermittlungen zufolge waren die beiden über ein Drogengeschäft in Streit geraten.

© SZ.de/lfr/kbl

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