Marienplatz Telekom-Shop: Verbindung zum Kunden

Deutschland-Chef der Telekom für Ladengeschäfte: Marcus Epple.

(Foto: Stephan Rumpf)

Nein, mit einem herkömmlichen Handy-Laden hat der Telekom-Shop im Erdgeschoss nichts zu tun. Marcus Epple, der neue Deutschland-Chef für die Shops, ist stolz auf sein Vorzeigegeschäft in bester Innenstadt-Lage, das als Pilotprojekt zum Vorbild für weitere Läden dient. Diese "Flagship-Stores" sollen sich durch ihr Raum- und Servicekonzept auszeichnen. "Die Welt der Digitalisierung wird für die Kunden direkt erlebbar", sagt Epple. Man kann Geräte wie Tablets und Smartphones ausprobieren oder zum Beispiel gleich am Eingang in eine virtuelle Realität eintauchen. Einfach eine Brille aufsetzen und schon surft man am Englischen Garten auf der Riesenwelle, springt vom Olympiaturm oder macht einen Rundgang ums Glockenspiel im Rathaus-Turm. Auch 360-Grad-Musikfilme sind im Angebot. Auf Wunsch rollt ein Roboter mit Bildschirm heran, auf dem eine nette Dame, die eigentlich in Ludwigshafen sitzt, Beratungsdienste anbietet.

Digitale Beraterin: Der Telekom-Laden soll dem Unternehmen als Vorbild für weitere Flagship-Stores in ganz Deutschland dienen.

(Foto: Stephan Rumpf)

In einer Ecke, die wie ein Wohnzimmer eingerichtet ist, kann man sich die ganze Welt der Kommunikationsgeräte erklären lassen und die neuesten Formen der elektronischen Steuerungen ausprobieren, sei es am Großfernseher oder bei den Rollläden am Fenster. Die Magenta-Farbe des Telekommunikationsunternehmens taucht in vielen Variationen auf, im Innern und außerhalb des Geschäftes. Rautenmuster an den Wänden, Holzvertäfelungen in einer Ecke sowie stilisierte Silhouetten der Bayerischen und Allgäuer Alpen an den Schaufenstern im ersten Stock deuten auf die lokale Verankerung hin - das alles jedoch nicht grell und nicht auffällig im Erscheinungsbild. Im dritten Stock befindet sich zudem noch eine "Event Location" für Treffen mit Privatkunden oder für Sitzungen der Telekom-Geschäftsführung. Die komme schon mal gern aus Bonn hierher, heißt es: Der Blick aus den Fenstern - man kann es nicht oft genug betonen - ist ja phänomenal.

Alfred Dürr