bedeckt München

Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt:Abfallberge wachsen stetig

To-go-Verpackungen sollen in Großcontainern gesammelt werden

Von Birgit Lotze, Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt

Die Mülleimer quellen über: Von unmöglichen Zuständen bei schönem Wetter ist derzeit die Rede in der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, von Bergen, ja, Pyramiden von Müll vor allem auf der Westseite der Isar, aber auch an anderen Treffpunkten im Viertel. Der Bezirksausschuss (BA) will deshalb große Gittercontainer aufstellen lassen und hat die Stadt mit einem Dringlichkeitsantrag aufgefordert, sich des Themas "beschleunigt" anzunehmen. Das Abfallaufkommen habe sich nicht nur verdoppelt, sondern vervielfacht, seitdem die Gastronomie anlässlich des Pandemiegeschehens geschlossen ist und die Genießer des schönen Wetters sich mit To-go-Essen draußen niederlassen, fasste der Vorsitzende des Bezirksausschusses Benoît Blaser (Grüne) die Lage zusammen.

Müll-Container, wie man sie bereits vom Isarhochbett kennt, sollen nicht nur auf der Theresienwiese und auf der Westseite der Isar platziert werden - so hatte der BA das schon im März auf der Basis der Erfahrungen des vergangenen Jahres gefordert. Nun sollen sie auch mitten im Viertel auf dem Gärtnerplatz, auf dem St.-Pauls-Platz, an der Friedhofstraverse des alten Südlichen Friedhofs, auf dem Holzplatz und dem Stephansplatz aufgestellt werden und bis Ende der Sommerzeit dort stehen bleiben. Es sei zur Senkung des Infektionsrisikos begrüßenswert, dass sich das soziale Leben in den öffentlichen Raum verlagere, sagten die Antragsteller Claudia Lowitz und Arne Brach (Grüne). Doch man müsse sich an die neue Lage anpassen, die Situation sei speziell an sommerlichen Wochenenden untragbar.

Wichtig war dem Gremium, dass die Mülleimer nicht nur die Mengen an Abfall aufnehmen können, sondern auch spezielle "Müllformate" wie Pizzakartons. Wo keine zusätzliche Gittercontainer aufgestellt werden könnten, so regte der BA an, solle sollten die Behälter häufiger geleert werden. Die zusätzlichen Kosten sollten in diesem Jahr ausnahmsweise nicht auf die Anwohner umgelegt werden.

© SZ vom 20.04.2021
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema