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Ludwigsvorstadt/Berg am Laim:Anlaufstelle zieht um

Schuldnerberatung

Als "systemrelevant" sieht die Awo ihre Anlaufstelle für Menschen in finanziellen Engpässen.

(Foto: Jochen Lübke/dpa)

Schuldner- und Insolvenzberatung wechselt nach Berg am Laim

Kurzarbeit und unerwarteter Arbeitsplatzverlust prägen zunehmend den Corona-Alltag. Dass staatliche Hilfsmaßnahmen den Bürgern häufig nicht reichen, verdeutlicht die steigende Zahl an Anfragen bei der Schuldner- und Insolvenzberatung der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Nun muss die Beratungsstelle nach mehr als 30 Jahren ihren bisherigen Standort an der Schwanthalerstraße 64 in der Ludwigsvorstadt vorübergehend verlassen. Bis voraussichtlich Mitte 2024 entsteht dort ein neues Gebäude, wo auch weiterhin ein stabiles Vertrauensverhältnis in räumlicher Nähe zu den Gewerkschaften gepflegt werden soll.

In der Zwischenzeit erhalten Arbeitnehmer mit finanziellen Engpässen an der Neumarkter Straße 22 in Berg am Laim kostenfreie Auskünfte. "Die Schuldner- und Insolvenzberatung bleibt eine nicht wegzudenkende Anlaufstelle, der Begriff ,systemrelevant' ist durchaus zutreffend", konstatiert die Awo. Weil die Wartezeit für einen Termin im Einzelfall mehrere Monate betragen kann, besteht derweil die Möglichkeit einer umfassenden telefonischen Erstberatung - ergänzt um die Option, bis zu dreimal pro Woche weitere Fragen zu besprechen, Telefon 515 56 45-0.

Die Schuldner- und Insolvenzberatung setzt bei der Sicherung der existenziellen Lebensgrundlage an. Neben der Klärung der Rechtmäßigkeit von Forderungen mit anwaltlicher Hilfe gibt die Beratungsstelle Informationen zu möglichen Schutzmaßnahmen, etwa bei Mahnbescheiden. Ferner können Bürger und Fachkräfte einen Haushaltsplan als Grundlage für die Einteilung der Finanzen erstellen.

© SZ vom 23.11.2020 / ilp
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