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Kommunalwahl in Höhenkirchen-Siegertsbrunn:Knapp 63 Prozent für Mindy Konwitschny

Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Stichwahl, Mindy Konwitschny, SPD, Foto: Angelika Bardehle

Mindy Konwitschny erlebte ihren Wahlerfolg im Kreis der Familie. Die Coronakrise habe viel verändert, sagte sie am Abend. Sie freue sich über ihren Sieg, aber es seien schwierige Zeiten.

(Foto: Angelika Bardehle)

Mindy Konwitschny wird Bürgermeisterin von Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Die favorisierte SPD-Kandidatin hat die Stichwahl mit 62,8 Prozent der Stimmen gegen Roland Spingler (CSU) gewonnen, der 37,2 Prozent holte. Konwitschny sagte, "ich denke, ich habe das Rathaus nicht in drei, vier Monaten Wahlkampf erobert". Sie habe nach ihrer Niederlage 2014 sechs Jahre als Zweite Bürgermeisterin verlässliche Arbeit geleistet und sei für die Menschen stets ansprechbar gewesen. Auch ihre Loyalität zur scheidenden Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU) werde jetzt honoriert. Sie habe immer gewusst, wer "den Hut auf hat".

Wahlverlierer Spingler zeigte sich etwas enttäuscht. Er habe auf "40 Prozent plus x" gehofft, sagte er. Mit Konwitschny habe er eine "starke" Konkurrentin gehabt, die davon profitiert habe, dass sie als SPD-Frau keinem "extremen Lager" zuzurechnen gewesen sei. Sie habe mit anderen Parteien und Gruppierungen zusammengearbeitet. Das habe geholfen. Spingler wollte "nicht ausschließen", dass der CSU der Konflikt mit der ursprünglich als Bürgermeisterkandidatin vorgesehenen Andrea Hanisch geschadet hat. Die Gemeinderätin Hanisch hatte kurz vor der heißen Phase des Wahlkampfs die CSU im Streit verlassen und war als UB-Kandidatin angetreten, ohne in die Stichwahl zu gelangen.

Konwitschny kündigte an, sich für mehr Transparenz im Rathaus einzusetzen und dafür, die Verwaltung personell neu aufzustellen. Laut Konwitschny verlässt Geschäftsführerin Ruth Sander das Rathaus nach einem guten Jahr "im gegenseitigen Einvernehmen".

© SZ vom 30.03.2020

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