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Europawahl im Landkreis München:Grüne noch stärker als im Bund

Ganz im Zeichen Europas: Jörg Czech hisst vor einem Seniorenheim im Münchner Speckgürtel die Flagge der EU.

(Foto: Claus Schunk)

Der Wahlabend im Landkreis München im Live-Ticker.

Schluss, aus, Ende! Es ist ausgezählt. Die Grünen sind der große Sieger des Wahlabends und sprechen bereits von "Rückenwind" für die Kommunalwahl 2020. Auch die CSU legt leicht zu. Die SPD wird bei der Europawahl im Landkreis München dagegen mehr als halbiert. Auch die AfD verliert durch die Bank. Die Wahlbeteiligung ist mit 70 Prozent deutlich höher als vor fünf Jahren. Update 22.05 Uhr: Jetzt hat auch Neuried endlich zu Ende gezählt. Damit steht das vorläufige Endergebnis der Europawahl im Landkreis fest: CSU 37,6 Prozent, SPD 10,0, Grüne 23,8, AfD 6,7, Freie Wähler 3,8, FDP 5,2, Linke 1,8.

Update 21.40 Uhr: Hallo Neuried? Hat man in dem Rathaus der Würmtal-Gemeinde eine Pause eingelegt? Der restliche Landkreis ist ausgezählt, fürs vorläufige Endergebnis fehlen nur noch die Zahlen aus den dortigen acht Stimmbezirken. Der Stand jetzt: CSU 37,6 Prozent, SPD 10,0, Grüne 23,7, AfD 6,7, Freie Wähler 3,8, FDP 5,2, Linke 1,8.

Update 21.05 Uhr: Was ist mit Neuried und Unterschleißheim? 27 von 29 Städten und Gemeinden im Landkreis haben ausgezählt. Nur die größte Stadt und die Gemeinde im Würmtal noch nicht. Am Ergebnis wird sich aber nicht mehr viel ändern. Danach sind die Grünen die klaren Gewinner. Auch die CSU kann sich über geringe Zugewinne freuen. Die SPD ist wieder einmal der große Wahlverlierer des Abends.

Aber auch die AfD büßt erstmals Stimmen ein. Update 20.45 Uhr: Im grün reagierten Pullach legt die CSU ordentlich zu: Sie verbessert sich gegenüber 2014 von 36,7 auf 40,8 Prozent. Die Grünen von Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund werden auch hier mit 24,4 Prozent klar zweitstärkste Kraft. Als erste aus dem Kreis der SPD meldet sich Annette Ganssmüller-Maluche, die stellvertretende Landrätin und einstige Landtagskandidatin, zur neuerlichen Wahlniederlage ihrer Partei zu Wort: "Ich habe mit diesem Ergebnis gerechnet, aber wenn man es Schwarz auf Weiß hat, ist es doch frustrierend." Update 20.40 Uhr: Jetzt meldet sich auch die CSU. Ihr Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Florian Hahn sagt zur SZ: "Im Vergleich zu den Bundestags- und Landtagswahlen haben wir wieder zugelegt.

Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und mit dem neuen Ministerpräsidenten die Kehrtwende geschafft haben." Update 20.20 Uhr: Jubel bei den Grünen in München-Land: Zum Europawahl-Ergebnis ihrer Partei im Landkreis München erklären Sabine Pilsinger und Volker Leib, die Kreisvorsitzenden der Grünen, soeben: "Erneut sind die Grünen klar zweitstärkste Kraft im Landkreis! Diese Wahl ist auch ein deutliches Zeichen für den weltoffenen Landkreis München, der von der europäischen Zusammenarbeit profitiert." Diese Wahl sei eine "Klimawahl" gewesen, so die Grünen-Kreisvorsitzenden in ihrem Statement. "Wir werden alles dafür tun, damit dieses Votum der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis München in konkrete Veränderungen für mehr Klimaschutz umgesetzt wird. Besonders das Engagement der jungen Menschen ist uns Verpflichtung, radikale Umweltpolitik zu machen, um unseren Planeten bewohnbar zu halten." Ein wirtschaftlich starker Landkreis müsse bei der Verkehrswende und Erneuerbaren Energien mehr leisten. Durch das Ergebnis spüren die Grünen nach eigenen Worten bereits "Rückenwind" für die Kommunalwahl 2020: "Wir Grüne wollen schneller vorankommen, im Hinblick auf nächstes Jahr sozusagen ,Kommunalwahl for Future'. Wir wollen den Landkreis München auf einen Spitzenplatz bei der Verbindung von Wirtschaftskraft und Klimaschutz bringen."

Update 20.15 Uhr: Aber auch in der CSU gibt es diesen Abend Grund zur Freude. Sie schneidet in mehreren Gemeinden besser ab als bei der Wahl vor fünf Jahren, so etwa in Gräfelfing, Haar und Ismaning.

Update 20.05 Uhr: Der bundesweite Wahltriumph der Grünen wird im Landkreis in vielen Gemeinden noch übertroffen: In Neubiberg kommt die Partei auf 25,9 Prozent, in Baierbrunn gar auf 27,5 Prozent. Dafür ist in Grünwald die Welt für die CSU noch immer wie früher: 48,5 Prozent sind ein landkreisweiter und vermutlich auch landesweiter Spitzenwert.

Update 19.55 Uhr: Auch in Grünwald und Ismaning lassen es die Wahlhelfer offenbar ruhig angehen. Dabei haben sie hier auch nur ein Kreuz pro Stimmzettel auszuzählen. Landkreisweit sind aber schon 245 von 356 Stimmbezirken ausgezählt. Die Zahlen stabilisieren sich weiter. Und auch die hohe Wahlbeteiligung. Sie liegt bei rund 70 Prozent.

Update 19.45 Uhr: In immer mehr Gemeinden ist ausgezählt und die Rathäuser melden vorläufige Ergebnisse ans Landratsamt. Aus einigen gibt es dagegen noch gar keine Zahlen: aus Aschheim zum Beispiel, aber auch aus Unterhaching.

Was ist da los? Update 19.35 Uhr: Die Gemeinde Aying hat erste der 29 Kommunen im Landkreis komplett ausgezählt. Das Ergebnis: CSU 43,7 Prozent, SPD 6,7 Prozent, Grüne 20,6 Prozent, AfD 7,2 Prozent, Freie Wähler 5,9 Prozent, FDP 3,3 Prozent, Linke 1,6 Prozent. In Baierbrunn liegen die Grünen mit 30,9 Prozent aktuell nur knapp hinter der CSU mit 33,7 Prozent.

Update 19.30 Uhr: Etwa die Hälfte der 356 Stimmbezirke im Landkreis München ist ausgezählt. Ein Blick auf den Halbzeitstand: CSU 36,5 Prozent, SPD 10,3, Grüne 24,3, AfD 6,7, Freie Wähler 3,9, FDP 5,0, Linke 1,9 Prozent

Update 19.15 Uhr: Die Ergebnisse stabilisieren sich. Inzwischen sind 144 der 356 Stimmbezirke im Landkreis München ausgezählt, darunter auch einige Briefwahlbezirke. Der aktuelle Auszählungsstand gut eine Stunde nach Schließung der Wahllokale: CSU 36,3 Prozent, SPD 10,2, Grüne 24,4, AfD 6,7, Freie Wähler 3,9, FDP 5,1, Linke 1,9.

Update 19 Uhr: Mittlerweile sind 105 von 356 Stimmbezirken ausgezählt. Danach kommt die CSU auf 35,7 Prozent im Landkreis, die SPD auf 10,2, die Grünen auf 25,0, die AfD auf 6,6, die Freien Wähler auf 3,9, die FDP auf 5,3 und die Linke auf 1,9.

Eine Dreiviertelstunde nach Schließung der Wahllokale gab es auch die ersten Ergebnisse aus dem Landkreis München: Nach Auszählung von 18 von 356 Stimmbezirken kommt die CSU im Landkreis auf 36,3 Prozent, die SPD auf 9,4, die Grünen auf 25,4, die AfD auf 6,3, die Freien Wähler auf 4,4, die FDP auf 5,5 und die Linke auf 2,0.

Die Sonstigen, darunter die ÖDP und die Satirepartei Die Partei, kommen nach derzeitigem Stand auf 11,1 Prozent. Die ersten Ergebnisse des Abends wurden aus Aying und Schäftlarn gemeldet, inzwischen liegen auf erste Ergebnisse aus größeren Kommunen wie Unterföhring und Ottobrunn vor.

Über die Ergebnisse in den Städten und Gemeinden halten wir Sie den ganzen Abend über dem Laufenden.

Die Wahlbeteiligung liegt im Landkreis nach derzeitigem Stand bei mehr als 70 Prozent und damit deutlich höher als vor fünf Jahren. Damals betrug sie nur 49,3 Prozent. Dass die Wahlbeteiligung bei der Europawahl höher ausfallen würde, hatte sich bereits vor Sonntag abgezeichnet. So meldeten mehrere Rathäuser deutlich mehr Briefwähler, die ihre Unterlagen vorab angefordert hatten.

Bei der Wahl vor fünf Jahren war die CSU im Landkreis auf 36,1 Prozent der Stimmen gekommen, gefolgt von der SPD als damals noch zweitstärkste Kraft mit 22,7 Prozent. Die Grünen hatten 14,1 Prozent erhalten, die AfD 8,9 Prozent, die FDP 5,1 Prozent, die Freien Wähler 2,7 Prozent, die ÖDP 2,6 Prozent und die Linke 2,4 Prozent.

Unter den Kandidaten der insgesamt 40 Parteien, die zur Europawahl antreten, sind n fünf aus dem Landkreis. Für die CSU kandidiert auf Listenplatz 61 der Oberhachinger Günter Braun, auf der SPD-Liste rangiert Korbinian Rüger aus Planegg auf Platz 66. Der Baierbrunner Anwalt Hannes Hartung steht bei der FDP auf Platz 121. Sie alle haben praktisch keine Chance auf ein Mandat. Das dürfte auch für Ulrike Schütt aus Haar gelten, auch wenn sie auf Platz drei der Partei LKR von AfD-Gründer Bernd Lucke steht, dort rangiert Eva-Marie Neufahrt, ebenfalls aus Haar, auf Platz neun.