Bildende Kunst:Zwischen Dalí und Caspar David Friedrich

Bildende Kunst: Wasser ist das bevorzugte Motiv von Werner Heinze. Diese Bild trägt den Titel "Boote".

Wasser ist das bevorzugte Motiv von Werner Heinze. Diese Bild trägt den Titel "Boote".

(Foto: Galerie Kersten)

Die Brunnthaler Galerie Kersten zeigt Werke von Werner Heinze, die fast alle Strand und Meer thematisieren.

Ein Steg am See, Spaziergänger am Meer, Boote am Strand: Das Wasser ist Werner Heinzes bevorzugtes Sujet, mit dem Pinsel setzt der in der Region Oldenburg lebende Künstler Lichtreflexe in Öl, deren Betrachtung die allgemeine Stimmung bei unbeständigen Wetterlagen spürbar aufhellen dürften. Darüber hinaus entstehen Stillleben mit Wein und sonnengereiften Früchten.

Von Freitag, 8. März, an zeigt die Galerie Kersten in Brunnthal die Arbeiten des 1955 geborenen Künstlers, dessen Weg zur Malerei über eine Dekorationslehre und ein Studium der Soziologie führte. In den Achtzigerjahren ließ Heinze sich für einige Jahre von der mediterranen Leuchtkraft des Ortes Cadaqués inspirieren. In dem einstigen Fischerdorf an der Costa Brava weilten einst Künstler wie Pablo Picasso, Marc Chagall oder Marcel Duchamp, vor allem aber ist der spanische Küstenort mit dem Namen Salvador Dalí verknüpft, der dort schon als Jugendlicher die Sommerfrische verbrachte.

Damit man sich beim Anblick von Heinzes Bildern als Teil der Szenerie wahrnimmt, greift der Künstler dagegen auf einen Trick von Caspar David Friedrich zurück: Wie der berühmte Maler der deutschen Romantik malt auch Heinze die Menschen in seinen Bildern von hinten, die Ansicht der Rücken soll die Betrachter unmittelbar in das Geschehen hineinziehen. Ob sich ein Strand an der Nordsee oder am Mittelmeer befindet, lässt sich bewusst nicht nachvollziehen. Es sind die schönen Momente des Lebens, die sich auf Heinzes Leinwand entfalten dürfen - egal, wo sie sich zugetragen haben.

Die Ausstellung dauert bis 13. April, geöffnet ist die Galerie Kersten, Ottoloher Straße 6, in Brunnthal montags bis freitags von 9 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr und sonntags von 13 bis 16 Uhr. Vom 29. März bis 1. April bleibt die Galerie geschlossen.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusWindenergie
:Eine Schneise der Veränderung

Im Hofoldinger Forst sind die Flächen für drei Windräder gerodet. Auch wenn von den 35 000 Quadratmetern ein Großteil wieder aufgeforstet wird, vermittelt ein Ausflug in den Wald einen Eindruck davon, welche Spuren die Energiewende hinterlässt.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: