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Von kommender Woche an:U3 und U6: Teilstrecke neun Tage komplett dicht

Erhebliche Einschränkungen für U-Bahn-Fahrgäste: Von Montag an wird eine der wichtigsten Abschnitte der U3 und U6 für neun Tage gesperrt.

Marco Völklein

Vom kommenden Montag an geht neun Tage lang nichts mehr auf der U3/6 zwischen Sendlinger Tor und Goetheplatz. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bittet die Fahrgäste vorsorglich schon mal "um Geduld" - und rät, einen Fahrzeitpuffer von mindestens 15 Minuten einzuplanen.

Menschen an Straßenbahnhaltestelle in München

Die MVG bittet ihre Kunden vorab schon einmal um Geduld. Zwischen Sendlinger Tor und Goetheplatz müssen die Fahrgäste wegen Bauarbeiten auf Ersatzbusse ausweichen.

(Foto: DPA)

Die Anlagen im Münchner Untergrund sind in die Jahre gekommen. Im Abschnitt zwischen Sendlinger Tor und Goetheplatz müssen die Arbeiter vier Weichen und eine Gleiskreuzung austauschen. Zudem kommt neuer Schotter unter und zwischen die Gleise. "Die Bauarbeiten sind so umfangreich, dass die Erneuerung weder bei laufendem Betrieb noch ausschließlich in der kurzen nächtlichen Betriebsruhe durchgeführt werden kann", erklärt die MVG.

Für die Fahrgäste heißt das: Sie müssen am Sendlinger Tor beziehungsweise am Goetheplatz an die Oberfläche und in Ersatzbusse umsteigen, die die Liniennummer 103 tragen. Die Busse stehen am Sendlinger Tor vor dem Kino (Ausgang "Sendlinger Straße"); am Goetheplatz ebenfalls vor dem Kino (AusgangA zur Mozartstraße). Am Montag haben Arbeiter bereits eine provisorische Bushaltestelle am Sendlinger Tor errichtet.

Die MVG schätzt, dass von den Behinderungen durch die Bauarbeiten etwa 50.000 Fahrgäste pro Tag betroffen sind. Um diese zwischen den beiden U-Bahnstationen befördern zu können, sind in Spitzenzeiten bis zu 15 Busse im Einsatz, die im Minutentakt rollen. Dennoch wird es zu längeren Wartezeiten kommen - schließlich passen in eine U-Bahn bis zu 900 Leute; ein Gelenkbus fasst 100 Passagiere. Zudem ist gerade am Morgen auf der Lindwurmstraße viel Verkehr. Die Busse dürften also - trotz Ferien - im Stau stehen.

Nicht nur in den Bussen, auch in den U-Bahnen könnte es eng werden: Denn die MVG lässt von Norden kommend in den Hauptverkehrszeiten Züge ausfallen. Jede zweite U6 aus Richtung Fröttmaning fährt nur bis zur Münchner Freiheit und wendet dort. Grund: Die Wendekapazitäten am Sendlinger Tor reichen nach Angaben der MVG für mehr nicht aus. Dort sind die Gleise mit den anderen Bahnen der U6 sowie den Zügen der U3 voll belegt. Von Süden kommend fahren zwar alle Züge bis zum Goetheplatz und wenden dort - auf diesem Abschnitt gelten aber Sonderfahrpläne mit veränderten Abfahrtszeiten. Infos zu den genauen Zeiten gibt es in den Aushangkästen an den Stationen von U3/6 sowie im Internet unter www.mvg-mobil.de.

Der Innenstadtabschnitt von U3/6 gehört zu den meistgenutzten U-Bahnstrecken in der Stadt. Die MVG plant, von 2014 an zwischen Harras und Münchner Freiheit einen Zwei-Minuten-Takt einzuführen; derzeit rollen die Züge dort im Abstand von zweieinhalb Minuten. Die Kapazität würde um etwa ein Viertel steigen. Allerdings muss die MVG dazu noch neue Züge beschaffen, die ersten werden voraussichtlich im Jahr 2013 geliefert.

© SZ vom 12.04.2011/vsch

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