München heute Kita-Träger wollen Stadt verklagen / Gewaltexzess auf Friedhof

Mehr als 33000 Kinder und vor allem deren Eltern sollen von den neuen Regeln für städtische Kindergärten profitieren. Allerdings gibt es in München erheblich mehr Kindergartenplätze, nämlich knapp 45000.

(Foto: Bernhard Classen/Alamy/Mauritius)

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Von Sara Maria Behbehani

Ein Platz im Kindergarten soll in München ab September effektiv nichts mehr kosten. Als diese Nachricht Anfang März verkündet wurde, war das erst mal ein Grund zur Freude. Schließlich bedeutete dies für Eltern 100 Euro mehr im Monat.

Doch wo immer Menschen ein Geschenk gemacht wird, liegt es nicht fern, dass diejenigen, die dieses Geschenk nicht erhalten, sich ungerecht behandelt fühlen. Was ist beispielsweise mit anderen Städten und Bundesländern? Entsteht ein Nachteil für dort lebende Familien, wenn ihre Kindergärten nicht kostenfrei sind? Schafft das ein Ungleichgewicht in der Erziehung und Bildung von Kindern, im Lebensstandard der Familien?

Man muss aber noch nicht einmal so weit schauen. Denn nun ist auch innerhalb der Stadt der Ruf der Ungerechtigkeit laut geworden. Etwa ein Viertel der Eltern bleibe nämlich außen vor, kritisiert der Dachverband Bayerischer Träger für Kindertageseinrichtungen (DBTK). Und zwar vor allem diejenigen, deren Kinder eine private Kindertagesstätte besuchen, die nicht der Münchner Förderformel beigetreten sind, einem speziellen Zuschusssystem der Stadt.

Über Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit soll nun ein Gericht entscheiden, berichtet mein Kollege Jakob Wetzel. Kita-Träger wollen nämlich gegen die Stadt klagen.

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