bedeckt München

Hallenbäder:Wellness und Wellen

Fünfzig-Meter-Wettkampfbecken, Wellnessoasen oder einfach nur von der Liege aus in der Herbsthimmel schauen: Die Hallenbäder in und um München lassen kaum Wünsche offen. Eine Auswahl.

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Quelle: Peter Hinz-Rosin

Hallenbäder - selbst für manche, die gerne schwimmen, sind sie ein Greuel, verbunden mit Chlorgeruch und Fußpilz. Andere schwören auf das Badevergnügen indoor: Kein Sonnenbrand, keine lästigen Mücken oder Ameisen, kein Sand oder Kies zwischen den Zehen.

Ausschließlich zum Schwimmen sind heute höchstens noch die Schulbäder gedacht, die anderen Bäder bieten Sauna, Wellness und Vergnügen, um die Besucher zu locken. Eine Auswahl.

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Familienfreundlich: Phönix

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Quelle: Claus Schunk

Fällt die Namenswahl auf Phönix, dann hat das immer etwas mit Asche und neuem Glanz zu tun. Eine entsprechende Wandlung machte auch das Schwimmbad Ottobrunn durch, das nach einem Brand seit seiner Wiederauferstehung 1999 als Phönix-Bad zu einer Freizeit- und Wellnessanlage ausgebaut wurde.

Im Schwimmbadbereich bietet das Phönix sowohl ein Sport- , ein Lehrschwimm-, ein Plansch- und Sprungbecken wie zwei fast 100 Meter langen Wasserrutschen mitten hinein in den Erlebnispool mit Wasserfall.

Im sanierten Saunaparadies kann man in zehn verschiedenen Saunen ins Schwitzen kommen. Im Anbau ist der Spa-Bereich untergebracht. Das Angebot reicht von Ayurveda über klassische Massage bis zu türkischem Hamam und orientalischen Rasul.

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Nostalgisch: Müllersches Volksbad

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Quelle: Stephan Rumpf

Das große Becken heißt Herrenbecken und misst 31,82 Meter. Das entspricht hundert Ellen, ist aber bei weitem nicht das einzig historische Element des Müllerschen Volksbads.

Das Jugendstil-Juwel in der Münchner Bäderlandschaft galt nach der Eröffnung 1901 als das modernste Bad Europas. Es war eine Schenkung des Ingenieurs Karl Müller an die Stadt mit der Auflage, ein Bad für das unbemittelte Volk zu bauen. Daran erinnern noch Wannenbäder im Untergeschoss.

Das Becken der kleinen Schwimmhalle, anno dazumal den Damen vorbehalten, ist wohltemperiert. Immer dienstags von 15 bis 20 Uhr ist heute noch Frauenbadetag angesagt. Tipp: eine Kabinenkarte buchen, man bekommt eine abschließbare Kabine, direkt am Becken. Mit Kindern kann's langweilig werden, Planschbecken und Rutsche fehlen.

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Kuschelig: Amper-Oase

Wasserrutsche FFB

Quelle: Günther Reger

Der Name der Amper-Oase führt doppelt in die Irre: Weder muss man in das Fließgewässer steigen, noch ist das großzügige Gelände in Fürstenfeldbruck eine reine Erholungsfläche. Hier kann es sehr sportlich zugehen. Die Bahnen sind häufig von Schulen und Vereinen belegt, als Privatmensch muss man sich da erst einmal frei schwimmen.

Zwar ist im Winter mittwochs bis sonntags bis 21 Uhr geöffnet, dafür teilt man sich eine 25-Meter-Bahn auch mal mit sieben anderen Schwimmern. Hat man es mit Gelegenheitsschwimmerinnen zu tun, die den Kopf stets oben behalten, damit weder Frisur noch Kommunikation im Wasser leiden müssen, wird das Bahnenziehen schnell zum Extremslalom. Kurz: Das Hallenbad ist eigentlich zu klein für die 35 000-Einwohner-Stadt.

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Sportlich: Olympia-Schwimmhalle

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Quelle: Catherina Hess

Hier kann man sich wirklich auspowern: Fünfzig-Meter-Wettkampfbecken, Zehn-Meter-Sprungturm, Fitness-Bereich. In der Olympia-Schwimmhalle können Ehrgeizige sogar dem damaligen Medaillengaranten Mark Spitz nacheifern. Meist trainieren hier auch Leistungsschwimmer, oder solche die sich dafür halten.

Ursprünglich für die Olympischen Spiele 1972 München gebaut, bietet die geräumige Halle heute für jeden genügend Auswahl an. Neben Sport ist auch Entspannung möglich auf 900 Quadratmetern im Olympia-Saunaparadies: Inspirationssauna, Fitness-Sauna, Dampfgrotte sowie Sanarium.

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Mondän: Bayerischer Hof

Primetime

Quelle: Bayerischer Hof

Für den Kurzurlaub am Abend einfach perfekt: Bequem auf einer Liege in den herbstlichen Himmel schauen? Oder im Bademantel von oben herab auf die Kulisse der Münchner Altstadt?

Ein Besuch des Schwimmbads im - oder besser - auf dem Bayerischen Hof beschert neue Ausblicke. Sauna und Pool kommen dem Gefühl sehr nahe, mitten in der Hektik der Stadt eine Oase der Ruhe entdeckt zu haben. Wer kurz entschlossen Entspannung sucht, der findet sie dort.

Der Service ist perfekt: Handtücher sind vorhanden, Badeschuhe und Bademantel können gebucht werden. Die Seifen, Shampoos und Cremes sind vom Feinsten. Auf Wunsch serviert der Ober die Drinks direkt an die Liege. Kleine Einschränkung: Um die Überfüllung der Oase zu verhindern, muss man sich vorher telefonisch anmelden.

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International: Therme Erding

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Quelle: Peter Bauersachs

Ein internationales Reiseziel im Münchner Speckgürtel - das ist die Therme Erding. Aus Österreich, der Schweiz, den USA, Israel, Italien und natürlich aus Deutschland kommen die meisten Besucher - in diesem Jahr etwa 1,6 Millionen. Rekord!

Sie alle wollen rutschen, saunen, im Wellenbad planschen und entspannen. Für Familien mit unternehmungslustigen Kindern ist die Therme ideal: Auf den 26 Rutschen mit 2500 Rutschenmetern kann sich der Nachwuchs austoben, während Mutter und Vater im Thermenbecken einen Drink zu sich nehmen oder in einer der 26 Saunen schwitzen. Wer gar nicht mehr nach Hause will, fragt im neuen Hotel Victory, ob es ein freies Zimmer gibt.

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Luftig: Dante-Bad

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Quelle: Robert Haas

Wer es nicht wahrhaben will, dass der Sommer vorbei ist und sich das Schwimmen nun wieder auf die Hallenbäder beschränken soll, der ist im Münchner Dante-Bad richtig. Dort kann man zwölf Monate im Jahr nicht nur draußen im Blubberbecken planschen, sondern auch unter freiem Himmel seine 50-Meter-Bahnen ziehen.

Wenn es richtig kalt und nass ist, wenn es regnet oder schneit, dann muss man schon mal die Zähne zusammenbeißen, um von der Dusche die Strecke durchs Freie bis zum Wasser zu überwinden.

Doch sobald man ins Warme eintaucht, während über dem Becken der Dampf in den dunklen Winterhimmel steigt, dann ist das Dante-Bad, zumindest in den düsteren Monaten: the best place to be in München.

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Mit Panoramablick: Trimini

Schwimmbad Frizeitbad Trimini

Quelle: Manfred Neubauer

Direkt am Kochelsee gelegen, hat man von der Bade- und Saunenlandschaft aus einen tollen Blick auf den See und das Alpenpanorama.

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© SZ.de/hilb/kg/vgr/ts/inra/bica
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