bedeckt München 26°

Haidhausen:Sondersitzung zum Gasteig geplant

Im Herbst will der Münchner Stadtrat entscheiden, ob der Gasteig im großen Stil für 450 Millionen Euro saniert oder das Vorhaben infolge der Corona-Sparzwänge abgespeckt wird. Dessen ungeachtet hat der Bezirksausschuss (BA) Au/Haidhausen mit Blick auf die geplante Renovierung des Kulturzentrums schon mal zweierlei beschlossen. Erstens will das Gremium in die Debatte eingebunden werden, weshalb es Vertreter des Gasteigs sowie der zuständigen Referate im Rathaus zu einer BA-Sondersitzung einladen wird. Und zweitens fordern die Stadtviertelpolitiker per Antrag, dass bei einer Sanierung die 36 Kastanien entlang der Rosenheimer Straße geschützt werden sollen.

Anstoß für die Debatte war der Antrag einer Bürgerin, die eine reduzierte und "auf die notwendigen Maßnahmen beschränkte" Gasteig-Sanierung gefordert hatte. Diesem Vorstoß wollte sich der BA nicht anschließen - wohl aber dem Plädoyer der Bürgerin, die Bäume im Süden des Areals in jedem Fall zu erhalten. Dabei gab Barbara Schaumberger (CSU) zu bedenken, dass dem BA bislang noch keine Pläne vorliegen, wonach die Kastanien gefällt werden sollen. Demgegenüber argumentierte Franz Klug (Grüne): "Wenn wir warten, bis der Bauantrag kommt, ist es eh schon zu spät." Letztlich sprach sich das Gremium einstimmig dafür aus, den Erhalt der Bäume zu beantragen - und eine Sondersitzung anzuberaumen.

© SZ vom 15.07.2020 / stä

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite