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Haidhausen/Berg am Laim:Eisenbahn-Pläne bekommen Stopp-Signal

Die Geschichte der Eisenbahn ist ein wichtiger Teil der Münchner Stadtgeschichte. Dennoch wird sie, anders als von den Bezirksausschüssen Au-Haidhausen und Berg am Laim vorgeschlagen, nicht Thema eines eigenen Kulturgeschichtspfads werden. Das hat der Kulturausschuss des Stadtrats am Mittwoch mit Mehrheit beschlossen. Die Eisenbahn präge zwar bis heute den besonderen Charakter von Vierteln wie Berg am Laim, Haidhausen oder auch Giesing, räumt die Behörde ein. Die Recherche habe jedoch ergeben, dass es für Münchner Bürgerinnen und Bürger gut möglich sei, sich auf Grundlage des vorhandenen publizierten Materials über die Geschichte der Eisenbahn im Münchner Osten zu informieren - sowohl in bestehenden Heften der Kulturgeschichtspfade wie auch im Internet. Es bestehe für ein breites Publikum daher keine Veranlassung, eine eigene Dokumentation in Auftrag zu geben.

Der Beschluss wurde mehrheitlich gefasst, auch wenn sich die CSU einen Themengeschichtspfad gewünscht hätte. FDP sowie Grüne/Rosa Liste hätten sich dafür ausgesprochen, das Thema "Eisenbahn" bei der nächsten Überarbeitung in die bestehenden Kulturgeschichtspfade zu integrieren, erläutert Jennifer Becker, Sprecherin des Kulturreferats.

Im Jahr 2021 jährt sich die Eröffnung des Ostbahnhofes und der beiden Bahnstrecken München - Mühldorf und München - Rosenheim zum 150. Mal. Die CSU-Fraktionen in den Bezirksausschüssen Berg am Laim und Au-Haidhausen hatten das Jubiläum zum Anlass genommen, das Kulturreferat um die Erarbeitung eines Themengeschichtspfades "Eisenbahn im Münchner Osten" zu bitten.

© SZ vom 22.05.2020 / tek

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