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München/Fürstenfeldbruck:Streit um Luxuslimousine

Vor dem Landgericht geht es darum, wer der Eigentümer ist

Das Landgericht München II unter Vorsitz der Richterin Carolin Werner hat am Freitag einen ungewöhnlichen Streit um ein Luxusauto - einen Mercedes AMG im Wert von rund 160 000 Euro - zu einem zumindest vorläufigen Ende gebracht. Das Fahrzeug war vorübergehend auch in den Landkreis Fürstenfeldbruck gebracht worden.

Die Klägerseite, eine Gesellschaft nach tschechischem Recht, hatte behauptet, die Limousine im Januar dieses Jahres nur vorübergehend in die Obhut des Beklagten in einer Garage in Karlsfeld eingestellt zu haben. Bei der Abholung Ende März gerieten die Parteien in Streit. Der Beklagte behauptete nämlich, dass er bereits vor zwei Monaten das Fahrzeug im Gegenzug gegen ein anderes Fahrzeug und ein Wohnrecht in einer Wohnung in Prag eingetauscht habe. Demnach sei nun er der Eigentümer des Fahrzeuges.

Eine Tracking-App lieferte der Klägerin den Beleg, dass das Fahrzeug in eine Autolackiererei bei Fürstenfeldbruck gebracht worden war und anschließend in Österreich gefahren wurde. Es stand der Verdacht einer Unterschlagung im Raum. Die Staatsanwaltschaften München I und II ermitteln in dieser Sache. Vor dem Zivilgericht wollte die Klägerin per Antrag auf eine einstweilige Verfügung die Rückgabe des Fahrzeugs erzwingen.

Im Eilverfahren einigten sich die Parteien am Freitag mit Unterstützung des Gerichts auf einen Vergleich: Das Fahrzeug wird amtlich verwahrt, die Parteien werden sich in einem nun folgenden Hauptsacheverfahren über die Eigentumsverhältnisse am Fahrzeug auseinandersetzen.

© SZ vom 21.06.2021 / sz
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