Sanierung:Mit viel Herzblut

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Sanierung: Über den Stand der Sanierungsarbeiten im Nandlstädter Waldbad informieren sich (von links): Johann Pichlmaier (Bauamtsleiter), Michael Schranner (Dritter Bürgermeister, Staatsminister Florian Herrmann, Michael Reitmeier (Geschäftsführer) und Rainer Klier (Zweiter Bürgermeister).

Über den Stand der Sanierungsarbeiten im Nandlstädter Waldbad informieren sich (von links): Johann Pichlmaier (Bauamtsleiter), Michael Schranner (Dritter Bürgermeister, Staatsminister Florian Herrmann, Michael Reitmeier (Geschäftsführer) und Rainer Klier (Zweiter Bürgermeister).

(Foto: Marco Einfeldt)

Die Marktgemeinde Nandlstadt arbeitet weiter am Erhalt des Kleinods Waldbad.

In der Rubrik "Update" beleuchtet die Freisinger SZ aktuelle Entwicklungen bei verschiedenen Themen im Landkreis. Auf welchem Stand ist ein Projekt? Wurde gegen Missstände vorgegangen und wie? Diesmal geht es um die Sanierung des Waldbades in Nandlstadt.

Es war höchste Zeit für eine Runderneuerung des Nandlstädter Waldbads. Immer wieder mussten Badeverbote aufgrund der schlechten Wasserqualität ausgesprochen werden. Der Nandlstädter Marktrat hatte im September 2020 deshalb einstimmig beschlossen, das Waldbad zu sanieren, um in Zukunft die infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen und Grenzwerte einzuhalten und das Bad als attraktive Freizeiteinrichtung für die gesamte Region zu retten. Die Kosten waren damals auf etwa 1,2 Millionen Euro beziffert worden.

Der Freistaat unterstützt die Sanierung

Mittlerweile ist daraus eine Summe zwischen 1,4 und 1,6 Millionen Euro geworden, sagt Rainer Klier (CSU), der Kulturreferent im Nandlstädter Marktgemeinderat. "Deshalb ist es wichtig, dass wir eine Förderung bekommen." Dass dem so ist, das ist unter anderem dem vierköpfigen Lenkungskreis im Marktgemeinderat zu verdanken, der sich auf die Suche nach Zuschüssen begab. Eingefädelt hatte das auch Staatsminister Florian Herrmann (CSU), der es ermöglichte, an Förderungen zu kommen. Dieser verschaffte sich am Freitag im Waldbad selbst einen Eindruck, wie das Geld verwendet wird.

Die Bauarbeiten sind im Waldbad schon lange im Gange. Der Beckenboden ist in Ordnung gebracht worden, ebenso die Filteranlagen, welche für gute Wasserqualität sorgen sollen. Die entsprechenden Werte müssen eingehalten werden, damit im Waldbad risikoloses Schwimmen möglich ist. Konkret hat die Marktgemeinde für die Sanierung des Beckenbodens 276 000 Euro aus dem Sonderfonds Schwimmbadförderung der bayerischen Staatsregierung erhalten. 94 800 für die Sanierung des Kinderschwimmbeckens, 72 000 Euro für die Wege und die Verschönerung des Geländes stammen aus der Städtebauförderung.

Ob das Bad 2022 öffnen kann, ist noch nicht klar

"Seit drei Jahren arbeiten wir mit all unseren Kräften, um das Kleinod zu erhalten", sagt Klier. "Wir sind mit Herzblut dabei." Bald soll es mit den Arbeiten im Waldbad weitergehen. Leitungen sollen verlegt, der Kinderbachlauf erstellt werden. Ein Wunsch wäre, die Arbeiten bald beenden zu können. "Dann könnte man heuer noch baden." Doch Klier will nichts versprechen, zu viel hängt vom Wetter ab. Regnet es viel, dann sind kaum Erdarbeiten möglich. Eins ist dem Nandlstädter Kulturreferenten besonders wichtig: "Wir haben viel Zeit und Geld investiert. Dafür wollen wir ein Endprodukt präsentieren, das es dann auch wert ist." Ob das Bad heuer oder erst nächstes Jahr eröffnet werden kann, spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

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