So wird 2019 in Kranzberg Gut beschäftigt

Der Kranzberger See ist ein Schmuckstück der Gemeinde, das 50-jährige Bestehen des Freizeitgeländes wird 2019 groß gefeiert.

(Foto: Marco Einfeldt)

In Kranzberg muss in den nächsten Monaten ein üppiges Programm bewältigt werden. Auch ein großes Fest steht an - das Freizeitgelände wird 50 Jahre alt. Einer der Höhepunkte ist der Auftritt des Kabarettisten Wolfgang Krebs.

Von Petra Schnirch, Kranzberg

Einige Projekte werden 2019 angestoßen, andere gehen in die entscheidende Phase. "Wir sind sehr gut beschäftigt", sagt Kranzbergs Bürgermeister Hermann Hammerl (FWG) angesichts des üppigen Programms für die kommenden Monate. Neben der Arbeit wird aber auch gefeiert: Vom 5. bis zum 7. Juli findet am Kranzberger See ein großes Fest statt, denn das Freizeitgelände wird 50 Jahre alt. Einer der Höhepunkte ist der Auftritt des Kabarettisten Wolfgang Krebs. Seit Monaten bereitet der Festausschuss unter Federführung von Gemeinderat Anton Hierhager (SPD) das Jubiläum vor.

Erster großer Schritt der Gemeinderäte in diesem Jahr wird am kommenden Dienstag nach dem Rücktritt von Anton Westermeier (Kranzberger Gemeindeliste) die Wahl des Zweiten Bürgermeisters sein. Weiteres wichtige Thema ist der Bau des Mehrgenerationenhauses. Alle zwei Wochen finden derzeit Sitzungen statt, um das Vorhaben voranzubringen. Vermutlich im März soll der Bauantrag vorliegen. Im Herbst kann voraussichtlich mit den Fundamenten begonnen werden, zählt Hammerl auf, im darauffolgenden Frühjahr sollen die Holzwände der Gebäude aufgestellt werden. Mitte 2021 könnte alles fertig sein.

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Endlich voran geht es auch mit der Ausweisung der ersten Baugebiete mit Parzellen für Einheimische, auf die etliche Kranzberger seit Jahren ungeduldig warten. In Gremertshausen wird demnächst feststehen, auf welche Grundstücke die Gemeinde Zugriff hat. Auch für die Ringstraße in Kranzberg laufen die Planungen.

Gearbeitet wird auch am neuen Flächennutzungsplan

In die nächste Runde geht die Arbeit am neuen Flächennutzungsplan, mit dem die Gemeinde die Rahmenbedingungen für die Entwicklung in den kommenden zehn bis 15 Jahren festlegen wird. Noch einmal können sich Fachbehörden und Bürger dazu äußern, noch einmal werden sich die Gemeinderäte damit befassen. Hammerl glaubt aber nicht, dass der Plan noch in diesem Jahr fertig wird. "Wir machen das ohne Zeitdruck." Allein von Seiten der Bürger waren zum Vorentwurf mehr als 100 Einwendungen eingegangen.

Endlich angehen wollen die Kranzberger 2019 die Neugestaltung des Kirchenvorplatzes. Für dieses Projekt wollen sie Zuschüsse der Städtebauförderung abgreifen. Die sind von der Regierung von Oberbayern dank eines interkommunalen Entwicklungskonzepts mit den Nachbargemeinden Allershausen und Fahrenzhausen in Aussicht gestellt worden. Doch während in Allershausen die ersten Bauabschnitte bereits abgeschlossen sind, haben die Kranzberger noch nicht einmal mit der Planung begonnen. In Abstimmung mit der Kirche soll zumindest dieser erste Schritt 2019 erfolgen, um das Areal auf dem Kirchberg ansprechender zu gestalten. Auch die Feinplanung für den Friedhof der Gemeinde wird laut Hammerl 2019 angepackt, dabei sollen Stelen für Urnen geschaffen werden.

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Vom Hochwasserschutz der Gemeinde profitiert auch die Stadt Freising

Vorwärts kommt der Hochwasserschutz am Thalhauser Graben. Auf Kranzberger Flur sind sechs Rückhaltebecken vorgesehen, die künftig etwa 150 000 Kubikmeter Wasser aufnehmen können. Neben den Ortsteilen Dorfacker und Thalhausen wird davon vor allem die Stadt Freising profitieren, die auch einen Teil der Kosten übernimmt. Für die Ziegelbreite in Thalhausen bemüht sich die Gemeinde derzeit um den Grunderwerb, für Flächen zwischen Kühnhausen und Dorfacker, zwischen Dorfacker und Thalhausen sowie bei Ampertshausen sei dies bereits gelungen, sagt Hammerl. Die übrigen Grundstücke seien schon in Gemeindebesitz gewesen. Die Ausschreibung der Planung soll demnächst erfolgen.

Für die beengte Mittagsbetreuung an der Kranzberger Grundschule soll bald eine Lösung gefunden werden. In den kommenden Tagen stünden Gespräche mit einem Planer an, was dort machbar sei, erläutert Hammerl. KGL, CSU und SPD hatten einen Anbau oder eine Aufstockung auf einem Teil des Gebäudes vorgeschlagen.

Auch auf Bauarbeiten und Umleitungen müssen sich die Kranzberger erneut einstellen. Die Aster Straße wird wohl von Ende Juli bis Ende August gesperrt sein. Zwischen Kirchberg und Pantaleonsberg werden die Betonmauern saniert, die Fahrbahn erhält bis Giesenbach eine neue Asphaltdecke.

Eine weitere Baustelle lässt sich vermutlich nicht so einfach abwickeln: die Fronten im Gemeinderat zwischen KGL, CSU und SPD auf der einen und der Freien Wählergemeinschaft auf der anderen Seite. Er wünsche sich aber, sagt Hammerl, dass das Gremium "sach- und themenbezogen arbeitet und Emotionen sowie gegenseitige Angriffe zurückgefahren werden".