Moosburger Karrieretag Etwa 1000 Besucher knüpfen erste Kontakte

Die Moosburger Berufsmesse ist ein Erfolgsmodell: 28 Unternehmen aus der Region präsentieren sich dort. Mehreren musste aus Platzgründen abgesagt werden.

Von Raphael Ostertag, Moosburg

Das Raumangebot der Stadthalle ist am Freitag voll genutzt worden, als die Berufsmesse Moosburg ihre Türen für alle Orientierungssuchenden geöffnet hat. Zum siebten Mal stellten sich Arbeitgeber aus Moosburg und der Umgebung Schulklassen und Privatpersonen vor und informierten über eine breite Auswahl an Ausbildungsberufen, Studien- und Weiterbildungsmöglichkeiten, über Praktikumsplätze sowie Stellen für Fachkräfte.

Von der bayerischen Polizei über lokale Entsorgungs- und Logistikunternehmen und traditionelle Handwerksbetriebe bis hin zur Stadt Moosburg - es präsentierten sich insgesamt 28 Unternehmen aus der Region. Eine Neuerung war dieses Jahr ein mehrstündiges Vortragsprogramm, bei dem sich sechs Firmen mit je 20-minütigen Vorträgen präsentierten.

Umlagert ist der Stand der Firma Wurzer Umwelt. Dort werden mehrere Ausbildungsberufe angeboten, auch zum Berufskraftfahrer. Am Fahrsimulator konnten die Jugendlichen schon mal üben.

(Foto: Marco Einfeldt)

So viele Unternehmen wie noch nie hätten dieses Jahr beteiligen wollen, sagt Ann-Kathrin Maier von der Moosburger Marketing-Genossenschaft, die Initiatorin der inzwischen etablierten Veranstaltung ist. Das zeige, wie willkommen der Karrieretag für die Betriebe sei. "Es wollten sogar noch mehr mitmachen, als jetzt vertreten sind. Acht Unternehmen mussten wir leider eine Absage erteilen, da der Raum einfach zu klein ist, so Maier. "Natürlich hätten wir die gerne auch noch aufgenommen."

Am Stand von Clariant informiert Bernadette Huber (links) bei der Berufsmesse über die Ausbildung als Chemielaborant - sie ist selbst Auszubildende.

(Foto: Marco Einfeldt)

Anfangs als Versuchsballon gestartet, setze man bei der Messe inzwischen immer mehr auf den Arbeitsstandort Moosburg. Jedes Jahr besuchen rund 1000 Besucher die Berufsmesse in Moosburg, um sich über das regionale Jobangebot zu informieren.

Ein Gabelstaplersimulator lockt Leute an

Es fanden sich hauptsächlich ortsansässige Firmen unter den Ausstellern. Doch auch weiter entfernte Unternehmen zog es zu dem Informationstag nach Moosburg, so etwa die Fremdsprachenschule Landshut, die Münchner "Chemieschule Dr. Erwin Elhardt" oder die "Sicherheitsgesellschaft am Flughafen München", welche sich zum ersten Mal auf der Jobmesse präsentierte. Allzu viele Interessierte habe es bisher noch nicht gegeben, hieß es am Vormittag am Stand der Sicherheitsgesellschaft. Gründe dafür sehe man in dem strengen Anforderungsprofil des Unternehmens, denn neben dem Schulabschluss setze man auch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus. Andere, seit Jahren vertretene Firmen setzen inzwischen auf ausgefallene Methoden, um auf sich aufmerksam zu machen. So etwa die Moosburger Niederlassung des Anlagen- und Maschinenbauers Jungheinrich, die neben dem Informationsstand einen eigenen Gabelstaplersimulator samt Führersitz aufgebaut hatte. "Das lockt natürlich viele Leute an", sagt Tanja Lerchl, die an diesem Tag ihre Firma vertritt. Mit dem Simulator könne man erfahren, wie es sich anfühlt, mit einem Gabelstapler herumzufahren und dadurch einen besseren Überblick über den Alltag im späteren Job zu erhalten, heißt es zu der aufwendigen Installation.

Wie schon in den vergangenen Jahren gab es neben den Ausstellern zusätzliche Angebote für die Besucher. Kostenlose Bewerbungsfotos konnte man vom Moosburger Pass- und Bewerbungsstudio "Petit Portrait" machen lassen und die Bundesagentur für Arbeit bot einen kostenlosen Bewerbungsmappencheck an, bei dem die erfahrenen Mitarbeiter ein Auge auf mitgebrachte Bewerbungen warfen und Verbesserungsvorschläge machten. "Der häufigste Fehler bei Bewerbungen ist, dass sie zu wenig individuell sind" sagt Gabriele Kunze von der Arbeitsagentur. "Es kommt darauf an, sich beim Arbeitgeber persönlich vorzustellen und einen Eindruck von sich zu geben".