Wohnen in Freising:Auf den Seilerbrücklwiesen darf endlich gebaut werden

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Wohnen in Freising: Das Baugebiet Seilerbrücklwiesen

Das Baugebiet Seilerbrücklwiesen

(Foto: Marco Einfeldt)

Sechs Jahre hat das Projekt geruht. Jetzt ist ein Investor gefunden.

Von Peter Becker, Freising

Etwas tiefer in die Tasche muss greifen, wer künftig im Baugebiet "Seilerbrücklwiesen" wohnen möchte. Der Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans stammt aus dem Jahr 2010. Damals gab es noch keine Vereinbarungen wie etwa kooperatives Wohnen, um dort günstigen Erwerb von Eigentum zu ermöglichen. Sechs Jahre hat das Projekt geruht, weil die Stadt keinen Investor gefunden hatte. Dieses Problem ist beseitigt, städtebauliche Verträge geschlossen. Der Planungsausschuss des Freisinger Stadtrats hat jetzt die Satzung für das Baugebiet bestimmt. Die Verwaltung soll den Bebauungsplan durch öffentliche Auslegung in Kraft setzen.

Sebaldhaus, Isarauen, Westtangente und die Staatsstraße 2035 umgrenzen das Baugebiet. Insgesamt sollen dort 222 Wohneinheiten entstehen. 162 davon sind für Familien vorgesehen, weitere 70 in einem Studentenwohnheim. In der Nähe der Isarauen ist eine Kindertagesstätte vorgesehen. Etwa 440 Menschen könnten in den Seilerbrücklwiesen ein neues Zuhause finden. Für entsprechenden Lärmschutz an den viel befahrenen Straßen sorgen zum Teil Erdwälle und eine Lärmschutzwand. Das Wohnquartier wird mit Nahwärme versorgt. Für Klimaschutz sorgen unter anderem energieeffizientes Bauen, Öko-Dämmstoffe und Fotovoltaik auf den Dächern.

Der Blick auf den Dom bleibt unverstellt

Vorgesehen sind auf dem Gelände ein fünfgeschossiger Bau, eine dreistöckige Bebauung entlang der Münchner Straße sowie zwei- und eingeschossige Häuser. Dass der Blick auf den Mariendom unverstellt bleibt, darauf legten die Planer wert. Manfred Drobny (Grüne) lobte die Gestaltung als gutes Beispiel für künftige Baugebiete. Er stört sich allerdings daran, dass die entsprechenden Ausgleichsflächen bei Ismaning angesiedelt sind.

Als "kaum finanzierbar für normale Leute", bezeichnete Charlotte Reitsam (Grüne) die Bebauung auf den Seilerbrücklwiesen. Das erklärte Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher (FSM) damit, dass das Baugebiet ein "Altfall" sei. 2010 gab es noch keine Modelle für das Schaffen von erschwinglichem Wohnraum in Freising. "Wir haben die Mittel angewendet, die 2010 gültig waren." Das Kooperative Bauen sei erst 2018 beschlossen worden. Im Nachhinein könne man da nichts mehr ändern.

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