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Entscheidung am 24. November:MVV plant das Tarifsystem neu

Für MVV-Nutzer soll es in der Stadt Freising künftig eine einheitliche Tarifgrenze geben.

(Foto: Marco Einfeldt)

Aus den bisherigen 16 Tarifkreisen sollen nun sieben werden. Vom Kostenanstieg bleibt Hallbergmoos wohl verschont.

Die geplante Tarifreform des Münchner Verkehrsverbunds (MVV) wird für Pendler aus einigen Gemeinden im Landkreis womöglich deutliche Verbesserungen bringen. Laut einem internen Papier, das der SZ vorliegt, hat der Verbund derzeit 70 Gemeinden im gesamten Umland definiert, in denen alte Tarifgrenzen aufgehoben und ärgerliche Preissprünge abgeschafft werden sollen - oder zumindest keine neue entstehen sollen. Wie hoch die Ersparnisse für Pendler aus diesen Gemeinden konkret sind und ob es überhaupt welche geben wird, ist derzeit noch unklar. Die Gesellschafterversammlung des MVV muss konkrete Preise erst am 24. November abschließend beraten.

Klar ist, dass die Tarifreform in jedem Landkreis knifflig werden wird. Denn aus den bisherigen 16 Tarifkreisen sollen nun sieben werden: ein einheitlicher für das Stadtgebiet und einige stadtnahe Umlandgemeinden, sechs für das Umland. Das bedeutet, dass einige Gemeinden sogar einen Ring nach außen rutschen könnten und die Preise dort teurer werden könnten. Das werde sich nicht überall vermeiden lassen, Härtefälle sollen aber vermieden werden. Es soll grundsätzlich das Prinzip gelten "gleicher Preis für alle Stationen einer geschlossenen Siedlung". Und es wird Städte und Gemeinden geben, die von der neuen Tarifeinteilung in jedem Fall profitieren werden.

Im Landkreis Freising wird sich nur wenig ändern. Derzeit ist vorgesehen, dass es für die Stadt Freising künftig eine einheitliche Tarifgrenze geben wird, statt wie bisher verschiedene. Ein Sonderfall in der Neuorganisation ist Hallbergmoos. Die Gemeinde liegt bisher auf der Grenze vom neunten zum zehnten Ring. Nach dem neuen Plan hätte sie in eine neue Tarifzone, genannt Kreis, fallen müssen. Hier hat sich der MVV aber bislang darauf verständigt, dass die Gemeinde in der alten Tarifgrenze bleibt und die Fahrtkosten für Pendler somit nicht steigen. Somit bringt die Neuordnung für den Landkreis Freising keine deutlich merkbare Veränderung.