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Hallbergmoos:Zehn E-Bikes für Munich Airport Business Park

Eva Riegel, Doris Thalmeier, Harald Reents, Robert Wäger, Alexander Mademann und Andreas Senger mit den neuen E-Bikes (von links).

(Foto: Marco Einfeldt)

Die Gemeinde Hallbergmoos stellt den Mitarbeitern im Munich Airport Business Park testweise zehn E-Bikes zur Verfügung und nimmt damit eine Vorreiterrolle ein. Das Angebot soll später in den Ort hinein erweitert werden.

Alexander Mademann ist sichtlich stolz auf das, was er am Mittwochvormittag der Öffentlichkeit vorstellen durfte. Durch eine Kooperation mit dem Elektromobilitätsdienstleister "Movelo" ist es der Gemeinde Hallbergmoos nämlich gelungen, den Mitarbeitern der im "Munich Airport Business Park" angesiedelten Unternehmen insgesamt zehn E-Bikes zur Verfügung zu stellen. "Damit nimmt Hallbergmoos wirklich eine Vorreiterrolle ein", lobt Eva Riegel, die bei "Movelo" die Projektleitung übernommen hat. Man stelle Unternehmen, Behörden oder Hochschulen schon länger Leihräder zur Verfügung, die Zusammenarbeit mit einer Gemeinde sei aber ein Novum.

Die E-Bikes stehen in zwei kleinen Fahrradhäuschen, eines am Hallbergmooser Bahnhof und eines an der Lilienthalstraße 16 im Business Park, und können, sofern nicht bereits reserviert oder an andere vergeben, jederzeit via App ausgeliehen werden. "Das ist jetzt erst mal noch eine Testphase, in der wir die Räder bewusst nur an Firmenmitarbeiter verleihen", erklärt Mademann, seines Zeichens Wirtschaftsförderer der Gemeinde Hallbergmoos. Nach einer finalen Überprüfung durch einige Mitarbeiter der Kommune können die Elektroräder von Unternehmensmitarbeitern von 1. September an zwei Monate kostenfrei getestet und ab November gegen einen geringen Unkostenbeitrag ausgeliehen werden. Jedoch betont Mademann auch: "Das Angebot ist flexibel erweiterbar."

Bald sollen die E-Bikes für alle Bürger zugänglich sein

Dies ist augenscheinlich auch Bürgermeister Harald Reents wichtig. Ihn sprächen bereits jetzt vermehrt Bürger an, wieso denn die Leihräder nur für im Gewerbegebiet Beschäftigte zur Verfügung stünden, erzählt der CSU-Politiker. Aber, so Reents weiter: "Die Gemeinde ist dran, auch für die Bürger Lösungen zu finden." Bereits in der Gemeinderatssitzung von vor knapp einem Jahr, in der Mademann seinen E-Bike-Plan erstmals vorstellte, war explizit die Möglichkeit offengehalten worden, das Angebot bei guter Nutzung auch in den Ort hinein zu expandieren.

Fürs erste jedoch bleibt der Service den Firmenangestellten vorbehalten. Ganz getreu dem auf die Radhäuschen geschriebenen Slogan "Just try" hofft Bürgermeister Reents darauf, dass viele Angestellte - sicherlich auch begünstigt durch die zweimonatige kostenlose Anlaufzeit - den neuen Service einfach ausprobieren und die Elektroräder "fleißig gebraucht" werden.

Grund dazu hätten sie laut Wirtschaftsförderer Mademan genug: "Viele Leute wollen sich sportlich betätigen oder mal schnell in den Ort oder zum Flughafen fahren. Dafür sind E-Bikes genau das richtige", man komme nämlich nicht wie bei normalen Fahrrädern verschwitzt am Zielort an. Dies sei, so Mademann, für Geschäftskunden durchaus wichtig. Außerdem könne man im Gegensatz zum bereits vorhandenen Öffentlichen Nahverkehr "die Sonne genießen".

Diese Vorteile ließ sich die Gemeinde auch einiges Geld kosten: Für die Errichtung der beiden Häuschen und eines eigens dafür vorgesehenen Trafos samt Zwischenzähler, die Anschaffung der Räder und der Ladeinfrastruktur, die Stromkosten und alles, was sonst so anfiel, zahlt Hallbergmoos insgesamt circa 120 000 Euro, für die Folgejahre werden laufende Kosten in Höhe von knapp unter 30 000 Euro erwartet. Geld, das gut investiert ist, da ist sich Bürgermeister Reents sicher: "Wir erreichen hier eine immense Verbesserung der Mobilität." Und auch "Movelo"-Geschäftsführer und Mitgründer Andreas Senger lobt die Hallbergmooser Bereitschaft zu diesem "Vorzeige-Pilotsystem", denn er ist sich sicher: "E-Bikes sind mittlerweile lässig."

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