Qualifiziert für den DFB-Pokal FC Forstern gewinnt Finale gegen Nürnberg

In einem spannungsgeladenen Finale um den BFV-Pokal haben sich die Fußballerinnen des FC Forstern am Donnerstag gegen den 1. FC Nürnberg nach einem 0:1-Rückstand mit 2:1 Toren durchgesetzt. Damit hat sich der FC Forstern wie im Vorjahr den Verbandspokal des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) gesichert. In dem Duell der beiden Regionalligisten war Nürnberg im ersten Abschnitt auf dem Gelände des SV Burgweinting durch Anna Madl (29.) in Führung gegangen, bevor Helena Altenweger (54.) und Pija Reininger (86.) für die Wende sorgten. Der FC Forstern hat damit erneut das Ticket für den DFB-Pokal in der Tasche. Vor einem Jahr scheiterte Forstern dort erst im Achtelfinale am Doublesieger VfL Wolfsburg.

"Es war ein ebenso spannendes wie packendes Finale und damit einmal mehr Werbung für den Frauenfußball", sagte der oberpfälzische Bezirksvorsitzende Thomas Graml, wie der BFV mitteilt. Forstern hatte gleich zu Beginn einen Schock zu verdauen: Torfrau Christina Kink musste nach einem Zusammenprall vom Feld und wurde in die Klinik gebracht. Forstern ließ sich aber nicht aus dem Konzept bringen und hatte mehr vom Spiel, das Tor erzielte trotzdem Nürnberg: Anna Madl staubte aus kurzer Distanz ab (29.). Erst nach dem Seitenwechsel belohnte sich der FC Forstern für seine Mühen: In der 54. Minute traf Helena Altenweger zum Ausgleich. Nun entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem beide Teams die Entscheidung herbeiführen wollten. Zum Ende hin gewann der FC Forstern Oberwasser, vor elf Tagen hatte er in der Regionalliga gegen den Club noch mit 0:3 Toren verloren. In der 84. Minute war es soweit: Pija Reininger gelang der Siegtreffer. "Klar, dass wir überglücklich sind", sagte Forsterns Trainer Thilo Herberholz. "Aber wir haben auch die hohe Qualität des 1. FC Nürnberg gesehen. Letztlich war es ein verdienter Sieg, weil wir in der zweiten Halbzeit kräftemäßig zulegen konnten und Nürnberg nicht wirklich zur Entfaltung haben kommen lassen."