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Moosach:"Jetzt komm doch endlich mal an, du bist frei"

Jeder muss mal ran an den Herd. Norbert und Ingrid Trischler (von links) mit ihrem Mitbewohner Kalle K., der an diesem Abend die Kartoffeln schält.

(Foto: Christian Endt, Fotografie & Lic)

In einer WG bei Moosach teilen 19 Menschen Alltag und Abendessen, viele von ihnen sind ehemalige Strafgefangene. Drei Mitbewohner erzählen.

Von Franziska Langhammer, Moosach

Wer die Wohngemeinschaft des Vereins Tabor bei Maria Altenburg betritt, findet sich in Studentenzeiten versetzt. Mitbewohner kommen und gehen, Kinderspielzeug stapelt sich auf der Terrasse, und vier dicke, rot-weiß gemusterte Katzen schnurren auf der Sofaecke im großen Esszimmer. Ein junger Mann erklärt auch gleich die Verwandtschaftsverhältnisse der Katzen, die anscheinend ein lieb gewonnenes Hobby sind, das viele Mitbewohner teilen. Seit 1993 gibt es den Verein, der sich ehemaligen Strafgefangenen und anderweitig sozial benachteiligten Menschen verschrieben hat. Die Lebenswege der Bewohner könnten nicht unterschiedlicher sein, und doch teilen sie ihr Zuhause, ihre Abendessen und ihre Sorgen, manche schon seit Jahrzehnten.

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