Rettungsdienst und Corona:"Die Patienten werden da immer sturer"

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Rettungsdienst und Corona: Aktuell müssen Rettungskräfte oft weite Wege auf sich nehmen, um ihre Patienten in ein Krankenhaus mit freien Kapazitäten zu transportieren.

Aktuell müssen Rettungskräfte oft weite Wege auf sich nehmen, um ihre Patienten in ein Krankenhaus mit freien Kapazitäten zu transportieren.

(Foto: Nicolas Armer/dpa)

Die verzweifelte Suche nach Betten, keine Pausen und pöbelnde Corona-Leugner: Der Rettungsdienst arbeitet in der Pandemie am Limit. Und die Einsätze dauern immer länger - zu lange für manche Patienten?

Von Johanna Feckl, Ebersberg

Ende Oktober ging es los. "Da war schon absehbar, dass wir in eine Katastrophe rennen, ohne, dass ausreichend Maßnahmen ergriffen wurden." Das sagt Corinna H., sie arbeitet im Rettungsdienst. "Es wurde immer schwieriger, für unsere Patienten ein Intensivbett zu finden." Sie erinnert sich an Fälle, bei denen ein Platz am Herzkatheter mit einem anschließenden Intensivbett notwendig war - und wo Kliniken vorgeschlagen wurden, die 100 Kilometer entfernt waren. "Bei so weiten Strecken kann es passieren, dass der Patient noch im Rettungswagen reanimationspflichtig wird." So hat es Corinna H. auch bereits erlebt. Die derzeitige Auslastung in den Kliniken könne sich unter Umständen patientenschädigend auswirken, bevor die Betroffenen dort überhaupt angekommen sind, das wiederholt Corinna H. mehrmals. "Solche Situationen wären vor Corona fast undenkbar gewesen."

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