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Kommunalwahl 2020:Bürgermeisterwahl in Grafing: Kerschner-Gehrling tritt für SPD an

Christian Kerschner-Gehrling

Christian Kerschner-Gehrling.

(Foto: Christian Endt, Fotografie & Lic)

Die Grafinger SPD kürt ihren Bürgermeisterkandidaten. Der 48-Jährige kandidiert nun gegen Angelika Obermayr.

Weiterer Konkurrent für Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) bei ihrem Ziel, sich bei den Kommunalwahlen 2020 in ihrem Amt bestätigen zu lassen: Am Mittwochabend hat die Grafinger SPD Christian Kerschner-Gehrling zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. Die 14 Ja-Stimmen für den SPD-Ortsvorsitzenden entsprechen einer Zustimmung von 100 Prozent.

"Ich bin nicht der große Zampano, der oben rumläuft - mir geht's darum, dass wir ein echtes Grafinger Miteinander hinkriegen", sagte Kerschner-Gehrling bei der SPD-Mitgliederversammlung im Grafinger Heckerbräu. "Ich bin bereit für und mit allen Menschen und Kräften dieser Stadt sowie allen demokratischen Politikerinnen und Politikern für das Wohl dieser Stadt zu arbeiten."

Grafing fehle ein moderierender Bürgermeister, der Ideen abfrage - und sie auch umsetze. Der Interessen zusammenführe - und Kompromisse vorschlage. "In der Verwaltung muss neue Kreativität einziehen und entstehen, darin sehe ich meine Aufgabe", umriss er.

Der Vater von drei Kindern ist in Grafing kein Unbekannter. 15 Jahre betrieb er als Pflegestern-Geschäftsführer unter anderem das Grafinger Seniorenhaus. Zuletzt habe er Verantwortung für etwa 550 Mitarbeiter getragen. Seit vergangenem Jahr sei er als Datenschutzexperte, Mediator und Coach selbständig in der Altenhilfe tätig, stellte sich der 48-Jährige vor.

Das konkrete Wahlprogramm wolle er gemeinsam mit dem SPD-Vorstand bei dessen kommender Klausur ausarbeiten. "Ein großes Thema wird sicherlich der Bereich sozialer Wohnungsbau sein und die Frage, wie wir die Gewerbesteuereinnahmen erhöhen", kündigte Kerschner-Gehrling an. Bei den Investitionen sei ihm wichtig: "Dass wir bei den Ausgaben immer auch eine Gegenfinanzierung haben."

Im Grafinger Heckerbräu äußerte sich der SPD-Kandidat zu einer nicht unwesentlichen Personalie: Der bei der Kommunalwahl im Jahr 2020 nicht mehr kandidierende SPD-Stadtrat Ernst Böhm solle ehrenamtlicher Grafinger Wirtschaftsförderer werden. Das ist insofern interessant, als dass der Stadtrat - auch mit Stimmen der SPD - erst in der laufenden Legislatur eigens einen Wirtschaftsförderer einstellte. Ernst Böhm gilt bundesweit als einer der bekanntesten Bauunternehmer mit deutlich sozialprogressiver Ausrichtung. "Es muss uns gelingen, genau solches Wissen fruchtbar zu machen", sagte Kerschner-Gehrling.

Bereits im Mai hatte der CSU-Ortsverband Grafings Stadtkämmerer Christian Bauer als Bürgermeisterkandidaten nominiert. Bei der Grafinger FDP soll die Entscheidung kommende Woche fallen, bei den Freien Wählern noch vor den Sommerferien.

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