Bildung im Landkreis Dachau:"Fremdsprachen öffnen alle Türen der Welt"

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Bildung im Landkreis Dachau: Die zweite Preisträgerin des Fremdsprachenwettbewerbs Clara Hörl (Mitte) mit Lehrerin Sabine Lenz und Schulleiter Peter Mareis am Josef-Effner-Gymnasium.

Die zweite Preisträgerin des Fremdsprachenwettbewerbs Clara Hörl (Mitte) mit Lehrerin Sabine Lenz und Schulleiter Peter Mareis am Josef-Effner-Gymnasium.

(Foto: Tobias Hase)

Am Josef-Effner-Gymnasium wurden die Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Fremdsprachenwettbewerbs gekürt. Unter ihnen ist auch eine Achtklässlerin aus Dachau

Von Miriam Dahlinger, Dachau

"Ich bin sehr fremdsprachenbegeistert", erzählt Clara Hörl, Schülerin des Josef-Effner-Gymnasiums (JEG) am Tag, nachdem sie am Donnerstag den zweiten Preis beim bayerischen Fremdsprachenwettbewerb in Französisch gewonnen hat. "Fremdsprachen öffnen einem alle Türen der Welt", begründet die 15-Jährige ihre Begeisterung für Sprachen.

Am Donnerstag hat am JEG in Dachau die Auszeichnung der bayerischen Landessiegerinnen und -sieger beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen stattgefunden. Der Wettbewerb wird jährlich ausgerichtet und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schularten, die sich "mit großer Leidenschaft mit Fremdsprachen beschäftigen". Der Wettbewerb findet in den Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Latein und Altgriechisch statt und gliedert sich in die vier Kategorien "Team Schule", "Solo", "Solo Plus" und "Team Beruf". Besonders gut schnitt in diesem Jahr ein Team der Realschule Marktheidenfeld im Landkreis Main-Spessart ab, das nicht nur auf Landesebene ausgezeichnet wurde, sondern auch beim Bundesfinale der Wettbewerbskategorie Team Schule einen dritten Preis erhielt.

"Man kann seine Ideen und Gedanken nur ausdrücken, wenn man die Wörter dafür hat"

Clara Hörl wurde bayernweit zweite Preisträgerin in der Kategorie "Solo". Neben einer Klausur, in der unter anderem Wissen zu Vokabeln, Grammatik und Länderkunde abgefragt wurden, reichte sie auch ein Video zu Grenzen ein, dem diesjährigen Überthema. Darin habe sie ihre Gedanken zu einem Zitat von Ludwig Wittgenstein ausgeführt: "Die Grenzen deiner Sprache, sind die Grenzen deiner Welt." Denn, so sieht das die 15-Jährige: "Man kann seine Ideen und Gedanken nur ausdrücken, wenn man die Wörter dafür hat." Untermalt habe sie ihr Video mit einem Animationsprogramm, erzählt Hörl, die außerhalb der Schule regelmäßig mit ihrer Brieffreundin Tess an der Cote d'Azur korrespondiert. Neben Französisch mache ihr auch Englisch großen Spaß, unter anderem weil es ihr in der Kommunikation mit ihren neuen Mitschülerinnen und -schülern aus der Ukraine geholfen habe. Für die französische Sprache habe sie sich beim Wettbewerb aus pragmatischen Gründen entschieden: "Da machen weniger Leute mit, da habe ich mir größere Chancen ausgerechnet."

Neben Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern war auch die Referatsleiterin des Bayerischen Staatsministeriums für moderne Fremdsprachen Astrid Barbeau anwesend. Organisiert wurde die Veranstaltung von Sabine Lenz, die am Effner-Gymnasium unterrichtet. Ein nicht zu unterschätzender Aufwand, der sich laut Schulleiter Peter Mareis aber lohne: "Wir sind immer wahnsinnig gerne für diese Veranstaltung der Gastgeber, weil man dort immer wieder sieht, wozu Schülerinnen und Schüler fähig sind und was gelebte Sprache fürs Lernen bedeutet", so Mareis. Die Veranstaltung biete "eine positive schöne, produktive und kreative Umgebung". Ihm selbst sei "richtig das Herz aufgegangen."

Am Josef-Effner-Gymnasium wurde heuer zum ersten Mal Spanisch angeboten

"Gerade in unserer globalisierten Welt, in der alles vernetzt ist und die Kontinente ganz eng zusammenrücken, bedeuten Fremdsprachenkenntnisse einen echten Mehrwert", äußerte sich anlässlich des Wettbewerbs Kultusminister Michael Piazolo (FW) in einer Pressemitteilung in Richtung der Schülerinnen und Schüler. Eine Sichtweise, die auch Schulleiter Mareis unterstreicht: "Deshalb bin ich wahnsinnig froh, dass wir am Effner nun auch Spanisch als dritte Fremdsprache ab der 8. Jahrgangsstufe anbieten können." Ein Angebot, das angenommen wird. So hätten laut Mareis im ersten Jahr bereits die Hälfte aller Achtklässler Spanisch gewählt. Clara Hörl jedenfalls würde ihre Sprachkenntnisse später gerne nutzen, um eines Tages länderübergreifend zu arbeiten, am liebsten für die Vereinten Nationen.

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