Krisendienst:Im psychischen Ausnahmezustand

Krisendienst: Weil einer der Männer ein selbstverletzendes Verhalten an den Tag legt, zieht die Polizei in diesem Fall zunächst den psychiatrischen Krisendienst hinzu.

Weil einer der Männer ein selbstverletzendes Verhalten an den Tag legt, zieht die Polizei in diesem Fall zunächst den psychiatrischen Krisendienst hinzu.

(Foto: Friso Gentsch/dpa)

Ein 33-Jähriger und ein 29-Jähriger verhalten sich am Wochenende so auffällig, dass die Polizei sie schließlich beide in die Psychiatrie einweist.

Gleich mit zwei jungen Männern, mit psychischen Problemen, hatte es die Polizei am Wochenende zu tun: Am Samstagnachmittag meldete eine 50-jährige Dame, dass sie am Bahnhof Niederroth gerade von einem jungen Mann sehr aggressiv angesprochen worden sei, der von ihr Geld gefordert hätte. Die Dame gab dem Mann jedoch nichts, woraufhin dieser weglief und mit der S-Bahn in Richtung Dachau fuhr. Die Dame erklärte außerdem, dass ihr der Mann schon in der vergangenen Woche aufgefallen sei, als er in Markt Indersdorf so getan habe, als würde er auf Menschen schießen. Am Dachauer Bahnhof konnte der Mann von einer Streifenbesatzung gestellt werden.

Er verhielt sich äußerst aggressiv und psychisch auffällig, weshalb er zunächst zur Polizeiwache gebracht und dort zunächst dem psychiatrischen Krisendienst übergeben wurde. Im Gespräch mit diesem geriet der 33-jährige Mann plötzlich völlig außer sich und schlug sich selbst mehrmals massiv gegen den Kopf, wodurch er eine blutende Platzwunde erlitt. Aufgrund seines psychischen Ausnahmezustandes wurde der Mann schließlich in die Psychiatrie eingewiesen.

Der 29-Jährige war der Polizei schon früher aufgefallen

Eine regelrechte "Räuberpistole", so heißt es im Polizeibericht, tischte ein 29-jähriger den Beamten in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf. Der Mann rief über Notruf bei der Polizei an und teilte mit, dass er mit dem Auto auf der Autobahn unterwegs gewesen sei, an der Ausfahrt Odelzhausen hätte jemand auf ihn geschossen. Im weiteren Verlauf des Notrufs rief der Mann immer wieder um Hilfe, konnte aber nicht genau angeben, wo er sich befand.

Neben der Dachauer Polizei machten sich aufgrund der Mitteilung auch mehrere Polizisten aus Fürstenfeldbruck auf die Suche nach dem Mann, nach einer Stunde fand man ihn schließlich in der Nähe von Odelzhausen. Der Mann war trotz der Kälte barfuß unterwegs, sein Auto konnte nicht aufgefunden werden. "Er befand sich ganz offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand und fühlte sich von allen Seiten verfolgt", schreibt die Polizei. Bereits am Vormittag war der 29-Jährige in Fürstenfeldbruck aufgefallen, als er den Raub seiner Schuhe anzeigen wollte. Auch dieser junge Mann musste von der Polizei in die Psychiatrie eingewiesen werden.

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