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CSD:Die Münchner CSU ist ein bisschen schwul

CSD Christopher Street Day am 19 Juli 2014 in München v l THOMAS NIEDERBÜHL OB DIETER REITER u

Josef Schmid, CSU, ist bereits beim CSD vertreten (rechts).

(Foto: Foto: Michael Westermann/Imago)

Erstmals ist die Partei beim Christopher Street Day mit einem eigenen Wagen dabei - jedenfalls fast.

Es gab Zeiten, da schlugen CSU-Mitglieder beim Anblick der Schwulen- und Lesbenparade am Christopher Street Day (CSD) das Kreuz. Einige mögen das noch immer tun, doch mittlerweile marschieren auch CSU-Granden wie Bürgermeister Josef Schmid oder Kultusminister Ludwig Spaenle mit.

Und beim diesjährigen CSD Anfang Juli ist die CSU sogar mit einem Festwagen dabei - zumindest wenn man die Sache großzügig auslegt. Bei kleinlicher Betrachtung muss man die Worte von Frank Gübner, dem Pressesprecher des Münchner Bezirksverbands, berücksichtigen, der beteuert, dass der fragliche Truck kein offizieller CSU-Wagen ist.

Vielmehr rollt das Vehikel auf Initiative des lesbisch-schwulen Netzwerks in der Union (LSU) beim CSD-Umzug mit, deren Münchner Sprecher Patrick Slapal den Truck auch angemeldet hat. Man darf also sagen: Der christsoziale Gay-Wagen ist zwar schwarz, aber es handelt sich um kein offizielles Parteifahrzeug.

Dessen ungeachtet fahren darauf einige Prominente mit: Die Schauspielerinnen Brigitte Walbrun und Christine Reimer, die mit der TV-Serie "Dahoam is Dahoam" Unsterblichkeit erlangt haben, sind ebenso dabei wie der Kabarettist Jürgen Kirner, selbst schwul und CSU-Mitglied. CSU-Pressemann Gübner meint: "Für uns ist das unproblematisch, das können die eigenständig ruhig machen."

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Doch die kreativen Lichtsignale werden nur für kurze Zeit zu sehen sein - und jedes Jahr aufs neue installiert.