Crönlein Von stillen Örtchen zum verwunschenen Café

Das Herzstück des Crönleins ist der Tresen. An der Decke hängen Grubenlampen, die teilweise mehr als 100 Jahre alt sind.

(Foto: Catherina Hess)

Das Crönlein am Nockherberg war früher eine öffentliche Toilette. Jetzt gibt es Drinks, Dinkel-Waffeln - und manchmal auch Konzerte.

Von Magdalena Latz

Es gibt einen Ort in München, an dem man fast glaubt, auf dem Montmartre in Paris zu sein - die Stimmung auf der Dach-Terrasse des Crönleins ist zumindest ebenso verwunschen-romantisch. Zwar wirken die Holzhocker noch etwas improvisiert, aber unter den Bäumen des angrenzenden Kroneparks sitzt es sich trotzdem sehr gemütlich.

Im Innenraum geht das übrigens nicht - Barhocker gibt es keine. Dafür kommt das Herzstück der kleinen Bar, der L-förmige Tresen besonders gut zur Geltung. An der Decke hängen Grubenlampen, die teilweise mehr als 100 Jahre alt sind und dem Inhaber des Crönleins, Florian Falterer, besonders am Herzen liegen.

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Im Juni hat Falterer die Bar eröffnet - nachdem er und sein Kumpel Timothy Hanghofer fast fünf Jahre lang Kraft "in ihr Baby" investiert haben. So schick und indie, wie der Innenraum jetzt aussieht, kann man kaum glauben, dass hier seit 1904 eine öffentliche Toilette existierte. Deshalb war es auch schwierig die Nutzungsänderung zu erreichen, wie Falterer erzählt. "Vor allem die Generation über 70 konnte sich das zuerst nicht vorstellen."

Heute trifft man im Crönlein, dessen "C" die halbrunde Außenwand der Bar symbolisiert, vor allem Leute Ende Zwanzig bis Mitte Dreißig. In der Mittagspause kommen viele, um sich eine der leckeren Dinkel-Waffeln am Stiel zu gönnen, abends kommen sie, um ein paar Drinks zu nehmen. Angeboten wird das ganze Tableau an Getränken von Bier (3,80 Euro), bis Cappuccino (3,20 Euro) und hausgemachten Limonaden (3 Euro). Alkoholische Drinks bekommt man für 8,50 Euro.

Ein Highlight der Bar ist die "Crönlein-Brilliant-Serie": kleine Konzerte, die jeden Sonntagnachmittag im Freien stattfinden - auch im Winter. Dann wird es einen Feuerkorb auf dem Dach geben, mit Maroni und Croques gegen die Kälte.