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Bogenhausen/Haidhausen:Wohnen über dem Busdepot

Der Bus- und Trambetriebshof an der Einsteinstraße 148 gehört gerade noch zum Stadtbezirk Au-Haidhausen. Doch in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Bogenhausen im Zirkus Baldoni behandelten die Lokalpolitiker, sozusagen BA-übergreifend auch einen Antrag der SPD und der CSU. Darin schauten die beiden Fraktionen in die Zukunft: Man nehme nämlich an, dass der Bus- und Trambetriebshof wegen des erhöhten Bedarfs an Bussen und Trambahnen erweitert werden müsse. Und sie fordern die Stadt und die Münchner Verkehrsgesellschaft auf, im Falle einer Sanierung und Erweiterung den Betriebshof mit Werkswohnungen zu überbauen - in Stelzenbauweise zum Beispiel.

Karl Niebler (Grüne) machte sofort klar, dass man für diesen Antrag Zeit brauche und ihn "ordentlich diskutieren" müsse. Er kenne dort jeden Stein und wisse, dass es da viele Probleme gebe und eine Überbauung "nicht so einfach" sei. Eine Vertagung wurde abgelehnt, man wolle, so die stellvertretende BA-Vorsitzende Karin Vetterle (SPD), nur BA-übergreifend agieren und in einer gesamtheitlichen Planung beider Ausschüsse - Bogenhausen und Haidhausen - vernünftige Ergebnisse erzielen. Die Grünen ärgerten sich, dass der BA den Antrag viel zu kurzfristig vorgelegt bekommen habe. Man könne doch nicht über etwas entscheiden, das man sich genauer und intensiver anschauen müsste, monierte Petra Cockrell. Aus Ärger darüber verließen die Grünen bei der Abstimmung das Zirkuszelt. Der Antrag wurde angenommen.

© SZ vom 25.09.2020 / ole

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