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Bilder des Tages:Surfer auf der Isar

Die Isar führt noch immer reichlich Wasser und ist an einigen Stellen nach dem Hochwasser noch ein reißender Fluss. Das macht manchen Lust auf Wassersport.

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Quelle: Robert Haas

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Wer braucht schon noch die Eisbachwelle im Englischen Garten? Surfen auf der Isar geht offensichtlich auch. Nach den Regenfällen führt die Isar immer noch ungewöhnlich viel Wasser.

Fahrrad im Uhrenturm

Quelle: dpa

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Alle Obikes fliegen hoch! Mit den gelben Leihrädern wurde ja in den vergangenen zwei Jahren allerhand Schabernack getrieben, bis sie weitgehend wieder aus München verschwanden. Nun hat die Feuerwehr zwei Räder vom Turm des Theresiengymnasiums geholt. Die Bergung aus 18 Metern Höhe war aufwendig, die Feuerwehrleute mussten eine sogenannte Hubrettungsbühne einsetzen. Wie die Räder auf den Turm kamen, war zunächst noch unklar. Fest steht, dass dies wohl buchstäblich der Höhepunkt aller bisherigen Obike-Streiche war.

Andreas Schubert

Tierpark Hellabrunn - Takin Jungtier; Tierkpark Hellabrunne Takine

Quelle: Marc Müller/Tierpark Hellabrunn

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Mishmi-Takine... Noch nie davon gehört? Hier sehen Sie so ein Exemplar. Der Tierpark Hellabrunn hat mit dem im März geborenen Tadeus Nachwuchs bei den zotteligen Hornträgern bekommen.

Trambahn Feuerwehr München

Quelle: Feuerwehr München

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Manchmal ist einfach Muskelkraft gefragt: Die Münchner Feuerwehr hat am Montagmorgen eine Tram wieder auf Spur gebracht. Der Zug war am Kurfürstenplatz kurz nach halb sechs Uhr entgleist. Zunächst war von einem auf der Schiene liegenden Fahrradschloss als Ursache die Rede. Später teilte die Polizei mit, dass es sich um Teile von Fahrradketten gehandelt habe, die vermutlich absichtlich in den Schienenfugen platziert wurden. Die Feuerwehr sperrte den Bereich und zog den Zug mit einer Seilwinde zurück aufs Gleis. Dann schoben die Feuerwehrler ihn seitlich wieder in die Fahrspur.

Verletzt wurde bei dem Unfall niemand, wie viele Fahrgäste sich an Bord befanden, ist unbekannt. Da aber noch kein Berufsverkehr herrschte, geht die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) von wenigen Passagieren aus. Um 8.36 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben. Vorher untersuchten Fachleute der MVG die Oberleitung auf mögliche Schäden. Nach Angaben der Feuerwehr springen Straßenbahnen zwar nicht täglich, aber immer wieder aus den Schienen. Vor allem im Winter ist häufig festgefahrener Schnee in den Weichen die Ursache.

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Quelle: Robert Haas

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Man hat sich ja schon oft gefragt, wie diese länglichen und bunten Dinger heißen, an denen sich Schwimmer im Wasser festhalten. Schwimm- oder Wasserwurst vielleicht? Oder Schwimmnudel? Alles nicht verkehrt. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens Radentscheid haben sich für den Begriff Poolnudel entschieden. Und am Donnerstag haben sie Münchens erste Poolnudel-Demo veranstaltet. Nein, sie sind nicht gemeinsam zum Baden an die Isar geradelt. Die Poolnudeln haben sie bei einer Fahrt vom Max-Joseph-Platz zur Theresienhöhe an ihre Räder geklemmt, um zu demonstrieren, wie viel Abstand ein Autofahrer halten muss, wenn er einen Radler überholt. Anderthalb Meter sind es, doch daran halten sich die Autofahrer nicht immer. Genau genommen dürfen die Autofahrer Radler gar nicht erst überholen, sofern es wegen Gegenverkehr oder zu schmaler Straße nicht möglich ist, den Mindestabstand einzuhalten. Und natürlich sollte die Poolnudel-Aktion, bei der rund 135 Teilnehmer mitradelten, auch zeigen, dass es mehr Platz für Räder auf der Straße und sichere und ausreichend breite Radwege braucht.

Fanfest Deutsche Meisterschaft FC Bayern bei Paulaner am Nockherberg

Quelle: Florian Peljak

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Ausgelassen feiern die Fans des FC Bayern München ihre Mannschaft. Die Plätze beim Fanfest im Paulanergarten am Nockherberg sind begrenzt, dafür kommen die Fans ihren Helden hier so nah wie sonst selten. Natürlich läuft das Fliegerlied. "Heit is so a scheena Dog".... freilich auch mehrmals "Stern des Südens", "We are the Champions", "An Tagen wie diesen" und so weiter. SZ-Redakteur Andreas Schubert war vor Ort und schildert die Freude der Fans - und wie sie über Trainer Nico Kovač spekulieren, der auf dem Meisterbalkon fehlt.

Eliane Droemer startet in die SUP-Saison ; SUP-Saison am Starnberger See

Quelle: Franz Xaver Fuchs

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Obwohl das Wasser mit rund zehn Grad Celsius noch ziemlich kalt ist, startet an diesem Wochenende für Stehpaddler am Starnberger See die Saison. 30 Buchungen hat Eliane Droemer, die im Strandbad in Starnberg aufblasbare Bretter vermietet, für Samstag schon. Aber weil es eben noch relativ frisch ist, sind besondere Sicherheitsvorkehrungen zu beachten. "Aktuell empfehlen wir dringend allen Paddlern, sich nach der Wasser- und nicht nach der Lufttemperatur zu kleiden und mindestens eine Fangleine, besser noch Schwimmweste zu tragen", sagt Droemer.

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Quelle: Alessandra Schellnegger

8 / 25

Treppensteigen müssen die Kellnerinnen und Kellner des Restaurants Schwarzreiter im Hotel Vier Jahreszeiten nicht. Denn eine Rolltreppe verbindet die Küche, die sich im Souparterre des Gebäudes an der Maximilianstraße befindet, mit dem ebenerdigen Speisebereich. Mit dieser konnten die Bedienungen nach unten fahren und mit der anderen nach oben. Doch die Fahrtreppen sind in die Jahre gekommen, und weil das Restaurant ohnehin gerade umgebaut wird, sollten auch die alten Beförderungsspuren weichen. Dazu aber haben die Arbeiter sie nicht zerlegt: Vielmehr wurde die Anlage im Ganzen per Kran nach draußen gehoben - und zum Glück für die Angestellten, gleichzeitig eine neue Rolltreppe wieder eingebaut, sodass auch künftig im Schwarzreiter keiner mit heißen Tellern Stufen erklimmen muss. Die Aktion war so aufwendig, dass die Maximilianstraße sogar kurzzeitig für den Verkehr gesperrt werden musste. Oft sieht man es jedenfalls nicht, dass eine Rolltreppe durch die Luxusmeile fährt.

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Quelle: Stephan Rumpf

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150 rote Luftballons, einer für jedes Jahr: Damit hat die Stadt auf dem Marienplatz das 150-jährige Bestehen des Referats für Bildung und Sport gefeiert. Exakt am 14. Mai 1869 hat der damalige Münchner Magistrat das Amt des Stadtschulrats geschaffen, um im zuvor stark kirchlich geprägten Schulwesen stärker mitzureden. Aus jenem Amt des Stadtschulrats ist das größte Referat der Münchner Stadtverwaltung geworden, Träger von 430 Kindertagesstätten, 124 Schulen und 615 Sportstätten. Zum Feiertag kamen 150 Schülerinnen und Schüler verschiedener Schularten mit Stadtschulrätin Beatrix Zurek und Bürgermeisterin Christine Strobl (beide SPD) auf dem Marienplatz zusammen, um ihre 150 mit Helium gefüllten Ballons steigen zu lassen - abzüglich freilich der wenigen Ballons, die bei der Vorbereitung bereits auskamen und nun, wie das Bildungsreferat einräumt, bis auf Weiteres in der Grütznerstube im Rathaus unter der Decke schweben.

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Quelle: Robert Haas

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Wie lustig darf eine Trauerzeremonie sein? Sehr lustig - zumindest ist das beim Kostümball "Vorstadthochzeit" so, der am Freitagabend wieder im Hofbräuhaus stattgefunden hat. Und die hat es in sich: Cäcilie Singerl, ehrbare Jungfrau und Tochter eines Sargmachers, will ihren Bräutigam Martl Hubertus Ganghofer heiraten. Kein ungefährliches Unterfangen, schließlich haben die drei älteren Schwestern der Braut allesamt ihre Männer in der Hochzeitsnacht um die Ecke gebracht. Bleibt also fraglich, warum der Hasenjäger Ganghofer überhaupt vor den Altar schreitet, wenn er damit seinen eigenen Tod besiegelt? Der Autor und Schauspieler Stefan Murr und die Schauspielerin Kathrin Anna Stahl (in der Mitte, mit Strauß und Brautschleier) mimten diesmal das Hochzeitspaar. Die Gäste mussten wie immer in historischen Gewändern erscheinen. Wer das nicht tut, kommt erst gar nicht hinein in den Ballsaal am Platzl.

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Quelle: Robert Haas

11 / 25

Der Verein Münchner Vorstadthochzeit 1905 wurde im Jahr 1908 von Karl Arnold, einem Karikaturisten der Zeitschrift Simplicissimus, gegründet. Die Idee dahinter: Eine ernste Hochzeit sollte durch einen Kostümball parodiert werden. Ende der Fünfzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts etablierte sich die Veranstaltung als gesellschaftliches Ereignis in München. In der 111-jährigen Geschichte waren bereits zahlreiche Prominente wie der Schriftsteller Ludwig Thoma, die Schauspielerin Liesl Karlstadt oder Modeschöpfer Rudolph Moshammer zu Gast.

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Quelle: Catherina Hess

12 / 25

Das Brauchtum pflegen, Schuhplattln nicht verlernen, Tanzen und Musizieren: Vor 125 Jahren gründeten Chiemgauer, die in München ihr Auskommen gesucht hatten, den Gebirgstrachten-Erhaltungsverein Chiemgau-München. So wollten sich die Mitglieder ein bisschen Heimat in der großen Stadt bewahren. Bis heute ist der Verein aktiv, und er erfreut sich vor allem bei Kindern wieder großer Beliebtheit, wie der Vorsitzende Florian Hähle im SZ-Plus-Interview berichtet. Er freut sich auch über die vielen Dirndl und Lederhosen, die auf der Wiesn zu sehen sind.

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Quelle: Bundespolizei

13 / 25

Dienstagnacht gab es am Hauptbahnhof Kunstblut, Knall und Rauch. Die Polizei übte in der zum Abriss abgesperrten Schalterhalle eine "lebensbedrohliche Einsatzlage". Es wurde ein Angriff von drei bewaffneten Tätern, die auf Reisende und hinzukommende Polizeibeamte schießen, simuliert.

Tram-Wagen beim Bahnwärter Thiel

Quelle: Corinna Guthknecht

14 / 25

Erst auf der Autobahn, dann in der Luft, jetzt wieder auf Schienen: Eine Münchner Tram ist heimgekehrt. Nach zehn Jahren im Ulmer Exil steht ein weiß-blauer Straßenbahnwagen aus dem Jahr 1967 auf dem Bahnwärter-Thiel-Gelände an der Tumblingerstraße. Fahren wird er dort freilich nicht. Aus statischen Gründen wurde die Tram am Donnerstagnachmittag im wörtlichen Sinn aufs Abstellgleis gestellt. Noch ist sie rostig und verstaubt, doch schon bald soll sie renoviert und mit Tischen ausgestattet zum Kinder- und Jugendtreff werden. Andreas Kopp spricht gar von einem Jugendzentrum, für das er Zuschüsse beim Sozialreferat beantragen will. Er ist der Mann hinter der Erfinderwerkstatt in der Au. Weil er die Räume in der Oefelestraße verlassen muss, hat ihn Daniel Hahn für sein neues Projekt gewinnen können.

Die Tram ist der Jugendtraum einer Münchnerin, die an der Großmarkthalle aufgewachsen ist. Sie und ihr Partner engagieren sich ehrenamtlich für das MVG-Museum an der Ständlerstraße und hatten so vor zehn Jahren die Möglichkeit, den Wagen zu kaufen. Als Kind hatte sie eine Tram im Spielzeugformat von Obletter, erzählt die Dame, die ihren Namen nicht nennen möchte. Doch eine 23 Tonnen schwere Tram passt nicht ins Wohnzimmerregal. Der Mietvertrag für den Standplatz in Ulm lief aus, das Paar las in einem Interview, dass Hahn eine Bahn suche. So kam man vor zwei Jahren zusammen. Es gehe immer um Räume, sagt Hahn. Gut 38 Quadratmeter, rechnet er vor, habe die Tram. Container zu isolieren und zu verkabeln sei teurer als der Tramtransport von Ulm nach München. Die bringe die Beleuchtung nämlich schon mit und beheizen könne man sie auch.

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Quelle: Robert Haas

15 / 25

Ab ins Wasser! Nach dem letzten verregneten Apriltag haben die Münchner am sonnigen 1. Mai die Freibadsaison im Schyrenbad eröffnet. Für Kinder und Jugendliche ist der Sprung ins Wasser in dieser Saison ein besonderer Genuss - erstmals müssen sie überhaupt keinen Eintritt zahlen. Im Schyrenbad selbst gibt es in diesem Jahr einen weiteren Vorteil: man kann schon frühmorgens schwimmen und das bei jedem Wetter.

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Quelle: Robert Haas

16 / 25

Er komme gerade aus Langwied, sagt der CSU-Landtagsabgeordnete Josef Schmid einem Allacher in Tracht mitten auf der Eversbuschstraße, "da ham's fei mit Schwaibeln aufgstellt". Schmid ist nachsichtig genug, sich nicht zu dem leuchtend roten Feuerwehr-Autokran umzudrehen, der in seinem Rücken noch immer manövriert. Eigentlich bitter, dass sie ihren neuen Maibaum in Allach nicht von Hand aufstellen dürfen: Leut' wären genug da, und zupacken würden die 60 Mann vom Allacher Burschenverein, der das Spektakel alle zwei Jahre ausrichtet, sowieso. Nur - und das reiben sie jetzt umgekehrt dem ehemaligen Zweiten Bürgermeister der Stadt auch nicht direkt hin: Der Allacher Baum steht auf Münchner Grund, und in solchen Fällen erlaube die Stadt wegen der Haftung kein Aufstellen mit Scherstangen und Muskelkraft, sagt Andi Haller, der Vorsitzende der Burschen.

Tom Soyer

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Quelle: Robert Haas

17 / 25

So kann man in dem vor 1245 Jahren erstmals urkundlich erwähnten Dorf, das erst 1938 seine Selbständigkeit verlor und München angegliedert wurde, halt nun mit einiger Berechtigung sagen, dass "der Reinhold von der Berufsfeuerwehr" (der Mann im Bild) ihren 28 Meter langen und rund 2,8 Tonnen schweren Baum aufgerichtet hat. Mit seinem 44-Tonner mit gut 300 PS, der extra aus der Feuerwache 9 in Neuperlach an die Eversbuschstraße gekommen ist, lupft er mit einem 30-Meter-Hydraulik-Auszug den Baum in die Senkrechte.

Dass Reinhold seinen Nachnamen verschweigt, hat nichts damit zu tun, dass der an sich gerade Baum am Ende - trotz aller Schraubarbeiten durch die Burschen unten am Stamm - doch noch eine veritable Neigung Richtung Südosten aufweist. Nein, das wär's nicht, sagt er, aber eine namentliche Nennung in der Presse beschert ihm gemäß einer Art Ehrenkodex der Berufsfeuerwehr die unbedingte Verpflichtung, einen ausgeben zu müssen. Was Feuerwehr-Einsatzleiter David Eder, der am Funkgerät beim Baumausrichten hilft, exakt so bestätigt. Ob der Ehrenkodex auch für den Einsatzleiter gilt und der dem in jeder Hinsicht geschickten Reinhold nun einen ausgeben muss, bleibt erst einmal offen.

Tom Soyer

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Quelle: Robert Haas

18 / 25

Der etwa 200 Euro teure Baum indes, der erst am vergangenen Samstag aus dem Forst Kasten geholt wurde, zickt beim Aufrichten derart, dass die Burschen den eventuell suboptimalen Kran-Standplatz als mögliche Ursache heftig diskutieren. Um 11.26 Uhr hebt der Kran erstmals an, um 11.32 Uhr steht der Maibaum schon fast senkrecht. Applaus brandet unter den Hunderten Schaulustigen auf, darunter sehr viele Familien mit kleinen Kindern.

Tom Soyer

Maibäume in Bayern: Maibaum-Aufstellen in München-Allach, 1. Mai 2019

Quelle: Robert Haas

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Es folgt eine regelrechte Justierungsorgie rund ums Maibaum-Fundament. Die Zuschauer lernen dabei, dass der offiziell verordnete Brauchtumsverlust mit Kran noch längst keine Garantie ist, dass alles einfach wird. An gewaltigen 55-er und 36-er Muttern schrauben die Burschen mit langer Knarre oder einem eindrucksvoll starken Akkuschrauber und sichern den Baum schließlich mit 26 solcher Riesenmuttern. Reinhold schiebt mit dem Kran oben am Baum leicht an, und langsam neigt der sich wieder in die andere Richtung.

Ganz gerade wird er nicht, was viele Zuschauer vorne an der Eversbuschstraße skeptisch kommentieren. Aber er steht fest, "und da hamma scho schlechter aufgstellt", scherzt einer der Burschen. Das stehe und falle mit der Position des Autokrans - die Allacher haben sich da wieder was gemerkt für ihren nächsten Baum in zwei Jahren. Sie wollen in diesem Turnus bleiben. Nach zwei Jahren würde ein Prüfgutachten des TÜV fällig, und da stellen sie stattdessen lieber gleich wieder ihren nächsten Baum auf. "Nackert", wie er ist, geschöpst (entrindet), "weil er uns so am besten g'fällt", sagt Hammer, der als Schreiner natürlich was für Holz übrig hat.

Die Jugendgruppe des Trachtenvereins Alpenrösl Allach zeigt zu Klängen von Christian "Furti" Furtmayr (Akkordeon) und Florian Wimmer (Gitarre) ein paar Tänze.

Tom Soyer

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Quelle: Robert Haas

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Andi Haller (der Bursche rechts), Thomas Frühtrunk (der Bursche links) und noch ein Helfer fahren in der Zwischenzeit mit der Hebebühne nach oben und montieren Zunftschilder, Kirchenmodelle und ein Abbild des berühmten Allacher Metzgers und Gastwirts Hans Steyrer (1849 bis 1906), der wegen seiner schier übermenschlichen Kraft als der "bayerische Herkules" in die Münchner Lokalgeschichte einging. Dass sie eine extra leistungsstarke Hebebühne nutzen, entpuppt sich am Ende als besonders wertvoll: Irgendwann merkt einer, dass die Wetterfahne an der Baumspitze dörflich-eigensinnig montiert ist, heute scheint die Sonne in Allach halt dann mal im Norden. Das immerhin lässt sich noch hinbiegen.

Ein Zeitraffer-Video vom Maibaum-Aufstellen haben die Burschen übrigens auch gemacht, das gibt es hier zu sehen.

Tom Soyer

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Quelle: Stephan Rumpf

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Tausende kommen zur Mai-Demo am Marienplatz

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Bayern, Matthias Jena, hat in seiner Rede auf der Demonstration der Gewerkschaften zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf dem Marienplatz scharfe Kritik an der bayerischen Staatsregierung geübt. Jena warf der Koalition aus CSU und Freien Wählern vor, ein "schwarz-oranges Loch" für Arbeitnehmer in München und Bayern zu sein. Die Staatsregierung halte sich nicht an die von ihr selbst vorgegebenen Ziele zum Arbeitnehmerschutz, sondern würde mit ihrer Politik dazu beitragen, bereits bestehende gesetzliche Regelungen zum Mindestlohn aufzulockern und so bewirken, dass die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander gehe. Er forderte eine andere Steuerpolitik, um dieser Entwicklung entgegenzutreten, und Projekte wie den sozialen Wohnungsbau vorantreiben zu können.

Linus Freymark

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Quelle: Stephan Rumpf

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Mit 4000 Protestierenden hatten die Veranstalter im Vorfeld gerechnet, tatsächlich kamen nach Angaben des DGB rund 5500 Demonstranten auf dem Marienplatz zusammen. Die Polizei schätzt die Teilnehmerzahl auf etwa 4800. Gegen zehn Uhr startete der Demonstrationszug vor dem DGB-Haus an der Schwanthalerstraße, anschließend zogen die Teilnehmer mit Sprechchören und unter lautem Trommelwirbel über die Sonnenstraße, das Sendlinger Tor und den Oberanger zur Kundgebung auf den Marienplatz. Dort sprach neben Jena auch Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Reiter betonte, dass nach wie vor 250 000 Menschen in München unter der Armutsgrenze leben und versprach, dass die Stadtspitze das Ziel, diese Zahl zu verringern, weiterhin verfolge: "Damit kann die Politik nicht zufrieden sein, und sie wird es auch nicht sein!"

Linus Freymark

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Quelle: Stephan Rumpf

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Sowohl Reiter als auch Jena machten angesichts der anstehenden Europawahlen die Wichtigkeit eines geeinten Kontinents bei der Lösung globaler Herausforderungen deutlich. Die EU bringe viele Vorteile für Arbeitnehmer und sichere den Erhalt von Arbeitsplätzen, sagte Jena. Er forderte die Demonstranten dazu auf, bei der Europawahl am 26. Mai ihre Stimme abzugeben. Jedes Jahr finden am 1. Mai Veranstaltungen von Gewerkschaften in der Innenstadt statt, um am Tag der Arbeit für faire Arbeitsbedingungen zu demonstrieren. Die diesjährige Veranstaltung fand unter dem Motto "Europa. Jetzt aber richtig!" statt.

Linus Freymark

Flex-Parken vor dem Eingang der TU, Ecke Luisenstr./Gabelsbergerstr.

Quelle: Florian Peljak

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Maxvorstadt: Radfahrer können jetzt Flex-Parken in der Luisenstraße

Parkplätze sind rar - nicht nur für Autos. Organisationen wie der Fahrradklub ADCF fordern deshalb seit langem, mehr vernünftige Abstellmöglichkeiten für Räder in der Stadt zu schaffen. Diese Forderung ist auch wichtiger Bestandteil des derzeit laufenden Radbegehrens, das bessere Bedingungen für Radler durchsetzen soll.

Doch bei dem knappen Platz soll nicht immer nur den Autofahrern Platz weggenommen werden. Deshalb testet die Stadt seit Dienstag ein nach Angaben des Planungsreferats bisher deutschlandweit einzigartiges Modell, das sogenannte Flex-Parken. Der Begriff steht für das zeitlich abwechselnde Parken von Fahrrädern und Autos auf einer Stellfläche.

Andreas Schubert

Flex-Parken vor dem Eingang der TU, Ecke Luisenstr./Gabelsbergerstr.

Quelle: Florian Peljak

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Vor der Technischen Universität München (TUM) stehen tagsüber viele Fahrräder der Studierenden. Gleichzeitig, so die Überlegung des Planungsreferats, sei die Maxvorstadt auch ein Wohngebiet, sodass abends der Bedarf an Parkplätzen für Anwohner-Autos steige. Um für beide Verkehrsmittel Abstellmöglichkeiten zu bieten, wird der Straßenrand in diesem Pilotversuch je nach Uhrzeit für das Abstellen von Autos oder von Fahrrädern ausgewiesen. So ist eine doppelte Nutzung der selben Fläche für Fahrräder und Autos innerhalb eines Tages möglich.

Seit Dienstag gilt in der Luisenstraße auf der ausgewiesenen Fläche daher nun folgende Parkregel: Fahrräder können in der Zeit von 9 bis 23 Uhr und Autos von 23 bis 9 Uhr abgestellt werden. Das Flex-Parken werde in Dänemark schon erfolgreich umgesetzt. Das Pilotprojekt an der TUM läuft bis zu zwei Jahre. Danach werden die gewonnenen Erfahrungen dem Stadtrat vorgelegt, um zu überlegen, ob es sich bewährt hat oder nicht.

Andreas Schubert

© SZ.de/infu/schub/wet
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