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The Flushing Meadows:Heimische Drinks mit Aussicht

neue Rooftop-Bar Flushing Meadows in der Fraunhoferstraße

Unten, am Eingang, weist nur ein gut übersehbares Schild auf das Hotel und die Bar oben hin.

(Foto: Florian Peljak)

Der Mix aus bayerisch und international ist im "The Flushing Meadows" Programm. In der neuen Rooftop-Bar in der Fraunhoferstraße mischen die Barkeeper mit Enzianlikör und Münchner Wodka. Und nicht nur die Drinks überzeugen.

"Wanderlust Sour" ist schon allein sprachlich ein Mix aus Heimatgefühl und Internationalität. Die Zutaten des Cocktails sind es auch: Gin, Lime und Eggwhite, also pasteurisiertes Eiweiß, geben die Barkeeper in ein Glas. Dazu kommen: ein wenig Enzianlikör und eine Urfelder-Mint-Jelly, also eine Marmelade, gekocht unter Zugabe eines in der Region München hergestellten Likörs.

Dieser Mix aus bayerisch und international ist Programm in der neuen Rooftop-Bar "The Flushing Meadows" in der Fraunhoferstraße. Wobei sie, streng genommen, eine überdachte Bar mit Terrasse ist, von der aus man bei gutem Wetter einen feinen Rooftop-Blick hat. Die Bar ist Teil des gleichnamigen neuen Hotels, Anfang Juli eröffnet. Und die internationalen Gäste sollen neben Klassikern auch heimische Drinks kennenlernen. Local Darlings nennen die Macher neben dem Wanderlust Sour (9 Euro) auch Drinks wie den "Herzogstand" (10,50) oder den "Spezi Fizz" (9).

Beim Wodka zum Beispiel ist der Lion's Munich (7 Euro für 4 cl) zu haben. "Wenn ich in New York einen Ramazzotti bekomme, dann finde ich das auch langweiliger, als einen in der Stadt gemachten Gin zu trinken", sagt Sascha Arnold. Zusammen mit Nils Jäger und Steffen Werner hat er das Hotel in der Nähe der Isar hochgezogen. Das Trio ist in München bekannt: Sie betreiben auch das Bob Beaman oder die Bar James T. Hunt.

The Flushing Meadows ist nicht einfach eine Bar für Laufkundschaft. Unten, am Eingang, weist nur ein gut übersehbares Schild auf das Hotel und die Bar oben hin. Dann nimmt man einen Aufzug oder die Treppen, um in den vierten Stock zu gelangen. "Man muss schon wissen, dass es uns gibt", sagt Nils Jäger. Oben angekommen, werden die Gäste einen grandiosen Ausblick über München bis hin zu den Alpen haben. Auf einem Balkon stehen ein paar Tische, vor allem kurz vor Sonnenuntergang ist das einer der schönsten Plätze, den man in den Bars der Stadt finden kann.

Innen ist das Flushing Meadows ein groß geratenes Wohnzimmer mit Teppich, Plüschcouch und Plüschstühlen. Die Bar ist etwas abgesenkt, sodass die Barkeeper den Gästen am Tresen auf Augenhöhe begegnen. Auf der Terrasse blicken drei junge Damen über Münchens Dächer, während sich drinnen ein Pärchen im feinsten Londoner Soho-Slang unterhält und nebenan zwei Vollbärte über ihre nächsten Designprojekte und den Kamin diskutieren. Im Herbst, wenn es kälter wird, schmeißen die Betreiber das Gerät an - man kann sich aufwärmen, bevor es wieder auf den Balkon geht, um den Ausblick zu genießen.

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