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Au/Haidhausen:Haidhauser Politiker fühlen sich übergangen

"Mit Verärgerung und Enttäuschung" hat der Bezirksausschuss Au-Haidhausen die Ankündigung weiterer Sommerstraßen in München aufgenommen - weil die Stadt dabei das eigene Viertel übergangen hat. Bezüglich der vom Bezirksausschuss gewünschten Weißenburger und Hochstraße werde mit dem Anlieferverkehr für die Aktion "Sommer in der Stadt" argumentiert, mit Parksuchverkehr, wegfallenden Parkplätzen - oder, wie im Falle des Isarhochufers, damit, dass die Straße zu breit und für den Fahrradverkehr zu wichtig sei, heißt es aus dem Bürgergremium. Ihre Vorschläge hatten die Lokalpolitiker schon im Mai eingebracht. Nun komme die Absage Ende Juli - nur wenige Tage, nachdem sich die Bezirksausschüsse in die Sommerpause verabschiedet haben. "Ein recht durchsichtiges Manöver", finden Bezirksausschuss-Chef Jörg Spengler und Christine Harttmann, Vorsitzende des Unterausschusses Klima und Umwelt (beide Grüne). Dabei hätte sich ihrer Auffassung nach mit einem Ortstermin sicher eine praktikable Lösung finden lassen, gerade um "in Corona-Zeiten durch Sommerstraßen überlaufene Orte wie die Isar zu entlasten". Im Münchner Osten wurden nur Vorschläge aus Obergiesing-Fasangarten und Untergiesing-Harlaching berücksichtigt.

© SZ vom 11.08.2020 / tek

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