Am Hart:Viele Radl, wenig Platz

Lesezeit: 1 min

An der U-Bahnstation entstehen Hunderte neue Stellplätze

Von Lea Kramer, Am Hart

Mittlerweile hat sogar das Führungspersonal deutscher Automobilkonzerne erkannt: In Großstädten kommt der Individualverkehr an seine Grenzen. Manch ein Chef findet die Idee von autofreien Innenstädten sogar erstrebenswert. Das Fahrrad und der öffentliche Nahverkehr rücken daher in den Fokus, wenn es darum geht, diese Visionen zu verwirklichen. In der Praxis kann dies allerdings an simple Hürden stoßen - wenn es zum Beispiel schlicht zu wenige Radabstellplätze gibt. Dieses Problems an der U-Bahnstation Am Hart hat sich die Stadt nun angenommen - und nimmt dabei auch BMW in die Pflicht.

Im März hatte sich der Bezirksausschuss (BA) Milbertshofen-Am Hart dafür ausgesprochen, dem "Wildwuchs" von abgestellten Rädern rund um die U-Bahnstation beizukommen und ein Abstellkonzept zu entwickeln. Dass es an dieser Stelle zu wenige Stellplätze gibt, ist der Stadt bekannt. In einem Verkehrsgutachten aus dem Jahr 2016 wurden an der Stelle 346 abgestellte Räder dokumentiert, bei 115 Abstellplätzen.

Künftig rechnet das Mobilitätsreferat mit noch mehr Menschen, die an der U-Bahnstation ihr Rad abstellen werden. Zum einen will die BMW Group bis 2050 sein Forschungs- und Entwicklungszentrum (FIZ) so weiterentwickeln, dass dort 15 000 neue Mitarbeiter Platz finden. Diese sollen unter anderem auch über die U-Bahnstation an der Knorrstraße zur Arbeit kommen.

Im Rahmen der Planungen für die Tram im Münchner Norden hat die Stadt einen Umbau der Wendeschleife am U-Bahnhof Am Hart vorgesehen. Künftig sollen die Tramlinien 23 und 24 über die Bayernkaserne bis nach Kieferngarten verlängert und somit ein Pendelbetrieb zwischen Schwabing-Freimann und Milbertshofen-Am Hart möglich werden.

Es ist geplant, "im Zuge der Neugestaltung der ÖPNV-Wendeschleife eine Anlage mit öffentlich zugänglichen Fahrradabstellplätzen" zu errichten, heißt es aus dem Mobilitätsreferat. Zudem habe BMW vor, zwei private Fahrradabstellanlagen für radelnde Mitarbeiter zu installieren. Das Mobilitätsreferat geht davon aus, dass insgesamt 800 Stellplätze für BMW-Beschäftigte und 300 weitere Radabstellplätze nahe dem U-Bahnhof benötigt werden. Darüber hinaus seien 250 zusätzliche Parkmöglichkeiten für Leihfahrräder erforderlich.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB