Allach/Untermenzing Lernhaus für 550 Kinder

Der künftige Diamaltplatz aus der Fußgängerperspektive. Im Jahr 2021 sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein.

(Foto: Goergens Miklautz GmbB)

In Allach entsteht eine Grundschule samt einer Zweifachsporthalle für die Kinder, die im neuen Quartier auf dem Diamalt-Gelände wohnen werden.

Von Ellen Draxel

Der Zeitplan ist sportlich. Im Herbst 2021 sollen auf dem ehemaligen Diamalt-Gelände in Allach die ersten der bis zu 780 neuen Wohnungen bezogen werden. Im selben Zeitraum ist vorgesehen, die neue Grundschule an der Ecke Theodor-Fischer-Straße/Pasinger Heuweg in Betrieb zu nehmen, um die Schulversorgung für die etwa 1600 Menschen des Neubauquartiers zu sichern.

Geplant ist der Bau einer fünfzügigen Grundschule nach dem Lernhaus-Konzept für 550 Kinder mit Zweifachsporthalle, Pausen- und Freisportflächen. Entstehen soll zudem ein Haus für Kinder mit drei Krippen- und drei Kindergartengruppen. Der Bezirksausschuss Allach-Untermenzing hat die Planungen des Schulneubaus ausdrücklich begrüßt, die vorgesehene Anzahl an Stellplätzen aber als "bei weitem nicht ausreichend" kritisiert. Kalkuliert sind 31 Parkmöglichkeiten, die Lokalpolitiker fordern aber "mindestens das Doppelte: Ein zusätzlicher Parkdruck in den umliegenden Straßen", sagt Gremiums-Chefin Heike Kainz (CSU), "muss auf jeden Fall verhindert werden". Im Übrigen seien die Straßen "so zu planen, dass der Verkehr gut rollt".

Die zunächst geäußerten Bedenken der Bürgervertreter, eine Zweifachturnhalle könnte nicht ausreichen, weshalb besser eine Dreifachhalle vorzusehen sei, sind inzwischen vom Tisch. Zum einen, weil nach Auskunft des Planungsreferats auch bei einer Zweifachsporthalle immer "noch genügend Kapazitäten für den Vereins- und Breitensport" vorhanden sind. Zum anderen, weil die Nachbarn gegenüber der Verwaltung "großen Widerstand" gegen eine Dreifachhalle geäußert haben, es sich die Stadt aber nicht leisten kann, das Baurecht für diesen dringend notwendigen Schulbau zu verzögern oder gar zu gefährden.

Unabhängig vom Schulneubau bleibt indes die Forderung nach dem Bau von Unterflur-Containern auf dem künftigen Schulgelände. Seit Jahren schon bitten die Politiker die Stadt, die an der Ecke Pasinger Heuweg/Auenbruggerstraße angesiedelte Wertstoffinsel zu verlegen, aufgrund von wiederholten Beschwerden wegen Wespen und Mäusen. Wertstoffsammelstellen, bei denen alte Glasflaschen, Kunststoff-Verpackungen und Dosen im Untergrund verschwinden und oberirdisch lediglich kleine Einwurf-Säulen sichtbar bleiben, auf dem neuen Schulareal zu situieren, wäre aus Sicht des Bezirksausschusses eine ideale Alternative.