Allach/Untermenzing Ein Rücktritt als Protest

Klaus Trapp legt sein Amt als Seniorenbeirat nieder

Klaus Trapp hat nach kurzer Zeit mit sofortiger Wirkung sein Mandat als Seniorenbeirat der Landeshauptstadt München niedergelegt und ist auch aus der Seniorenvertretung für Allach-Untermenzing, deren Vorsitzender er war, ausgeschieden. Seinen Schritt begründet er mit der Frustration darüber, wie wenig im Seniorenbeirat erreicht werden könne. Anträge von ihm, hinter der die Bürgerschaft in der Bürgerversammlung gestanden habe, seien von der Stadt abgelehnt oder jahrelang nicht behandelt worden. Von einem abgelehnten Antrag habe er erst aus der Presse erfahren. Aus Trapps Worten spricht aber auch Verärgerung über eine unzulängliche Zusammenarbeit mit dem Bezirksausschuss (BA). Weder sei er zu Besprechungen noch zu Veranstaltungen eingeladen worden, noch habe er Unterlagen erhalten, die den Stadtbezirk mit seinen immerhin 8000 Senioren betreffen. "Mir kam es vor, als wäre ich dem BA mit meinen Anliegen für die Senioren sehr lästig gewesen", sagt er. Seiner Aufgabe als gewählter Seniorenvertreter und Beauftragter für den Bezirksausschuss, wie es die Geschäftsordnung der Landeshauptstadt München vorschreibt, habe er somit nicht nachkommen können.

Die Nachfolge im Seniorenbeirat übernimmt seine jetzige Stellvertreterin Anne Attenberger, Mitglied der CSU im BA. Als Seniorenbeirätin wird sie auch den Vorsitz der Seniorenvertretung im Stadtbezirk übernehmen. Nachrücken in die Seniorenvertretung wird Henning Clewing, der im Bezirksausschuss die FDP vertritt.