Akademie und Revolution Keimzelle des Widerspruchs

Protestierende Studierende bemalten von Juni 1968 an Wände und Fußböden, aber auch Fassaden und Dach der Münchner Kunstakademie.

(Foto: Akademie der Bildenden Künste)

Künstlerische Interventionen als politische Agitation haben eine lange Tradition in der Münchner Kunsthochschule. An drei Abenden wird jetzt daran erinnert

Von Sabine Reithmaier

Schrille Auftritte kann die "Polizeiklasse" gut. Das Kollektiv hat sich 2018 an der Akademie der Bildenden Künste gegründet, um gegen das neue bayerische Polizeiaufgabengesetz, die Asylpolitik der CSU und Innenminister Horst Seehofer zu protestieren. Dafür stellten die Münchner Kunststudenten beispielsweise Überwachungskameras in der Isar auf, erbrachen eine hellblaue Flüssigkeit vor der Staatskanzlei, absolvierten Schweigemärsche oder retteten Schwimmwesten.

Künstlerische Interventionen als politische Agitation haben eine lange Tradition in der Geschichte der Münchner Akademie. Die Zeiten haben sich allerdings gewandelt: Zu einer ...