MeinungWeihnachtenEs geht auch ohne Gottesdienste

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Kommentar von Annette Zoch

Lesezeit: 2 Min.

In einer Zeit, in der Intensivbetten knapp werden, wäre die Absage von Gottesdiensten auch ein Zeichen der Nächstenliebe.
In einer Zeit, in der Intensivbetten knapp werden, wäre die Absage von Gottesdiensten auch ein Zeichen der Nächstenliebe. DAH

Die Bischöfe dürfen sich nicht vor der Verantwortung drücken: Gottesdienste an den Festtagen wären dieses Jahr das falsche Signal. Wichtig ist: Auch eine Absage hieße nicht, dass Weihnachten ausfällt.

Die Kirchen waren sich rasch einig: Gottesdienste in der vorherrschenden Lage? Unverantwortlich. Ja, sogar mit der christlichen Nächstenliebe unvereinbar. Als den "Feind der Liebe" bezeichnete der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich-Bedford Strohm die Gottesdienste sogar. Das war im April. Damals gab es deutschlandweit 120 479 bestätigte Corona-Fälle und 2821 Neuinfektionen am Tag. Ostern stand vor der Tür - das höchste christliche Fest. Die Gläubigen feierten die Auferstehung Jesu im Lockdown zu Hause.

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Für viele Deutsche ist Heiligabend nicht Heiligabend ohne einen Tannenbaum. Doch mit dem festlichen Grün holen wir uns nicht nur weihnachtliche Stimmung, sondern auch Pestizide und bis zu 25 000 Tierchen ins Wohnzimmer.

SZ PlusText: Martin Wittmann, Fotos: Jan A. Staiger

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