bedeckt München 21°

Großbritannien:Monarchie kann heute bedeutender als vor fünfzig Jahren sein

Queen-Ehemann Prinz Philip ist tot

Fast 70 Jahre lang standen Elizabeth II. und ihr Gatte Philip für eine Fülle von manchmal prekären Gemeinsamkeiten, die in der Summe dann doch wieder die Idee einer Nation bilden.

(Foto: dpa)

Die Trauerfeier für Prinzgemahl Philip wird zeigen: Königshäuser können Gesellschaften zusammenhalten - gerade in tadellosen Demokratien.

Kommentar von Kurt Kister

An keinem anderen Ereignis in der langen Geschichte der britischen Monarchie haben so viele Menschen direkt Anteil genommen wie an der Trauerfeier vom 6. September 1997. Die Princess of Wales, vulgo Lady Di, war Tage zuvor bei einem Autounfall in Paris ums Leben gekommen; ihr Tod war beinahe so öffentlich wie jener Teil ihres Lebens, den sie als Gattin und dann Ex-Frau des Thronfolgers Charles verbrachte. Deutlich mehr als zwei Milliarden Menschen sahen im Fernsehen den Trauerzug und hörten Elton John Goodbye, England's Rose singen. Ein paar Monate lang sah es sogar so aus, als könnte der manchmal geradezu unmenschlich erscheinende Umgang des Königshauses mit Leben und Tod der Diana Spencer das allmähliche Ende der Monarchie einläuten.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Large Rally To Stop Asian Hate Held In New York City
USA
"New York war immer schon eine schwierige Stadt"
SZ-Serie "Beziehungsweise", Folge 1
Gibt es Liebe ohne Sex?
Bergsteiger auf Mount Everest
Mount Everest
Am Gipfel der Pandemie
Wohnungsmarkt in München
"Diese ganzen Nullen, da wird mir schlecht"
Virus-stricken Dutch cruise ship expected to reach Florida's coasts after stand-off over permission to dock
USA
Wie das Coronavirus Amerika infizierte
Zur SZ-Startseite