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Frankreich:Der Mann, der alles entscheidet

Der Élysée inszeniert ihn als eine Art Chefvirologen des Landes: Macron, so der Tenor, kennt sich selbst so gut aus, dass er auf die Experten nicht mehr hören muss.

(Foto: AFP)

Hü und Hott - und keine Diskussionen. In Frankreich liegt der Kampf gegen die Pandemie fast ausschließlich in den Händen von Präsident Macron. Das ist gefährlich, nicht nur für die Gesundheit vieler.

Kommentar von Nadia Pantel

Je finsterer die Lage wird, desto entschlossener zeigt Emmanuel Macron seinen Optimismus. Blätterte man am Sonntag durch das Journal du Dimanche, fand man dort einerseits den Hilferuf von 41 Leitern der Notaufnahmen Pariser Krankenhäuser. Die Mediziner teilten mit, dass sie in den kommenden Wochen nicht mehr alle Patienten, die eingeliefert werden, retten könnten. Sie würden entscheiden müssen, welche Leben sie erhalten und welche nicht. In derselben Zeitung bezog Staatspräsident Macron zu seiner Pandemiestrategie Position. Das zentrale Zitat lautet: "Ich stehe dazu." Als gewönne das Land an Stärke, nur weil der Chef sich stark gibt.

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