Ampel-Koalition:Sind denn alle verrückt geworden?

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Ampel-Koalition: Die Spitzen von SPD, Grünen und Liberalen vor der Präsentation der Koalitionsvereinbarung in Berlin im November 2021.

Die Spitzen von SPD, Grünen und Liberalen vor der Präsentation der Koalitionsvereinbarung in Berlin im November 2021.

(Foto: Emmanuele Contini /imago images)

Ein Jahr nach der Bundestagswahl steht die Welt kopf. Was als sicher galt, steht infrage. Was lange tabu war, wird plötzlich nötig. So haben sich das die Wähler von SPD, Grünen und Liberalen nicht vorgestellt. Trotzdem wird viel davon abhängen, ob sie dem neuen Pragmatismus folgen können.

Kommentar von Stefan Braun

Ein SPD-Kanzler, der die Bundeswehr mit Milliarden aufrüstet. Ein grüner Wirtschaftsminister, der die Laufzeiten für Kohlekraftwerke verlängert und heikle Bündnisse schließt, um Deutschlands Gasversorgung zu sichern. Ein FDP-Finanzminister, der so ziemlich alles macht, nur keine sparsame Finanzpolitik. Ja, eine ganze Bundesregierung, die darüber streitet, ob die letzten Atommeiler nicht doch länger laufen sollen. Wir sind im Jahr 1964? Oder 1988? Nein, es ist Herbst 2022. Und kein Mensch hätte gedacht, dass das alles politische Realität werden könnte.

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