Belarus:Die EU soll sich vor ihm fürchten

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Belarussischer Präsident Lukaschenko in Russland

Verfolgen nicht immer dasselbe Ziel: Russlands Präsident Wladimir Putin und sein belarussischer Kollege Alexander Lukaschenko (links) während eines Treffens im Mai in Sotschi.

(Foto: Sergei Ilyin/dpa)

Lukaschenko hat nichts mehr zu verlieren - und deshalb ist ihm alles zuzutrauen. Sollte die EU also auf ihn zugehen? Oder ihn doch lieber abstrafen? In beiden Fällen gewinnt Putin, der nichts lieber sieht als eine ratlose EU.

Kommentar von Silke Bigalke

Alexander Lukaschenko hat ein Ziel. Er möchte zu Europas Albtraum werden. Die EU soll sich fürchten vor ihm, dem erratischen Machthaber in Minsk, der sein Volk unterdrückt, Flugzeuge entführt, Sportlerinnen verschleppt, Kritiker foltern lässt und der jetzt auch noch die Verzweiflung Tausender Geflüchteter ausnutzt, um seinen Nachbarn zuzusetzen. Dem Diktator ist alles zuzutrauen - und genauso möchte er wahrgenommen werden: Als einer, der nichts mehr zu verlieren hat und den man besser nicht reizt, etwa mit neuen Sanktionen.

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