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TV-Kritik: Hart aber fair:Das Los der Privatpatienten

Die Schauspielerin Marion Kracht macht schließlich darauf aufmerksam, dass Ärzte bei zusätzlichen Leistungen gut dazuverdienen. "Das machen wir bei Privatpatienten ganz gerne", war ihrer Arzthelferin herausgerutscht, als sie Kracht im fünften Schwangerschaftsmonat ohne konkreten Anlass an den Wehenschreiber anschloss.

Trotz solcher Vorlagen wird die Diskussion nie polemisch oder aufgeregt, selbst als Krebsforscher Wiestler allgemeine Gentests fordert, um gesundheitliche Risiken früh erkennen zu können, sorgt das nicht für erhitzte Gemüter. Ruhig einigt man sich darauf, dass die Ärzte ausführlich und wahrheitsgemäß über die Chancen und Risiken von Vorsorgeuntersuchungen informieren müssen - und dann jeder Patient für sich selbst entscheiden soll.

"Eines müssen wir einfach akzeptieren", sagt Peter Sawicki gelassen. "Wir werden letztlich alle sterben. Wenn nicht an der einen Krankheit, dann an der anderen."

© (sueddeutsche.de)/jja
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