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Running Gags bei "How I Met Your Mother":Freuen auf die letzte Ohrfeige

Finalstaffel 'How I Met Your Mother' ab Mittwoch auf ProSieben

Gruppenbild der Darsteller von How I Met Your Mother

(Foto: © 2013 Twentieth Century Fox Film Corporation)

Die Fernsehserie "How I Met Your Mother" spinnt zahlreiche Witze über die Jahre immer weiter. Zum Serienende erklären die Darsteller, welche Running Gags ihnen am meisten Spaß gemacht haben.

Von Jürgen Schmieder, Los Angeles

Es sind die liebenswerten Hinweise, die immer wieder vorkommen oder ständig wiederholt werden. How I Met Your Mother ist voller kleiner Nebenhandlungen, es geht um angenommene Herausforderungen, High Fives, Getränke, Anzüge, Doppelgänger, die Worte "Awesome", "Legendary" und "Wait for it" und um rote Cowboystiefel. Kurz vor dem Ende der Serie haben die Schauspieler und Produzenten der Serie auf dem Paleyfest in Los Angeles, wo Film- und Fernsehschaffende mit ihrem Publikum in Kontakt treten, ihre liebsten "Running Gags" der Serie identifiziert.

Die Intervention

"Ich liebe diese Idee, dass sich Freunde derart Mühe geben, um einen Kumpel davon zu überzeugen, dass er sich ändern muss", sagt Ted-Darsteller Josh Radnor: "Sie erstellen nur deshalb aufwändige Plakate oder proben Reden, nur weil jemand zu viele Plakate erstellt." Die Interventionen begannen in der Serie, als die Hauptdarsteller mit einigen Bekannten ihren Freund Stuart davon überzeugen wollte, dem Alkohol zu entsagen. Dazu überraschten sie ihn in dessen Wohnung und jeder erklärte, wie und warum der Alkohol Stuart negativ verändert hatte. "Im Laufe der Zeit wurden die Interventionen immer verrückter - es gab sogar eine wegen meiner überkorrekten Aussprache oder wegen Lilys (gespielt von Alyson Hannigan, Anm. d. Red.) britischem Akzent - am Ende gab es eine Intervention gegen Interventionen", sagt Radnor. Insgesamt sind im Laufe der Serie 14 Eingriffe der Freunde zu sehen - und nicht wenige Fans haben die Tradition übernommen.

Slapsgiving

Es war Erfinder Craig Thomas ein Anliegen, die Sache mit den Ohrfeigen anzusprechen: "Nein, wir haben den letzten Slap nicht vergessen. Wir werden das Thema definitiv in einer der letzten beiden Folgen der Serie auflösen." Slapsgiving ist einer der Running Gags, der in der zweiten Staffel begann und über die Jahre immer wieder aufgegriffen wurde. Die Regeln: Wer eine Wette gewinnt, darf dem anderen ein Ohrfeige verpassen, bei Betrug oder falsch verteilten Schlägen erhöht sich die Anzahl. Bei der ersten Wette zwischen Barney und Marshall ging es darum, ob Robin in ihrer Vergangenheit Pornos gedreht hat (hat sie nicht). Barney verliert die Wette und so darf Marshall seinen Kumpel insgesamt acht Mal ohrfeigen - sieben davon hat er bereits verteilt, offenbar hebt er sich die heftigste für das Serienfinale auf.

Der beste Freund

Es gibt zwei Dinge, die für Barney Stinson besonders wichtig sind: Eine Frau muss auf der Irre-Heiß-Skala überzeugen - das bedeutet, dass ihre Attraktivität höher sein muss als der Grad ihrer Verrücktheit. Und: Er ist der beste Freund von Ted Mosby. Er - und nur er. Barney führt seit der ersten Folge ("Ted, sag', dass ich Dein bester Freund bin!") einen Konkurrenzkampf mit Marshall, der vor allem deshalb lustig ist, weil Marshall nicht wirklich daran teilnimmt und Ted lange Zeit betont, dass Barney nicht sein bester Freund ist. Barney-Darsteller Neill Patrick Harris betont daher auf dem Paleyfest nochmal etwas ironisch: "Es war wunderbar, neun Jahre lang den besten Freund von Ted zu spielen. Ja, richtig: Ich bin der beste Freund von Ted!"

Der "Bro Code" und das "Playbook"

Freilich liebt Neil Patrick Harris diese beiden Running Gags: zum einen deshalb, weil er sich deshalb immer wieder verkleiden darf. Und nicht zuletzt wurde die von ihm verkörperte Figur, Frauenheld Barney Stinson, deshalb so beliebt, weil sie andauernd Wortspiele mit dem Wort "Bro" erfindet. Die Idee zum "Bro Code" ist laut der Produzenten entstanden, weil es unter Männern ungeschriebene Gesetze gebe wie etwa "Bro before ho", was sich mit "Bruder vor Luder" übersetzen lässt. "Wir haben uns gefragt: Warum sind diese Regeln ungeschrieben", sagt Erfinder Carter Bays. Der "Bro Code" und das "Playbook" (dort sind sämtliche Taktiken von Barney Stinson zusammengetragen, mit denen er Frauen erobert) kamen als Bücher heraus - und wurden in zahlreichen Ländern (auch in Deutschland) zu Bestsellern.

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